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Pressemitteilung | 25.02.10

PM 2010-056: GRÜNE: Drogenhunde des Justizministers erschnüffeln bald noch mehr Drogen

Zu der heutigen Meldung des Justizministeriums weiter Drogenhunde in den sächsischen Justizvollzugsanstalten (JVA) einzusetzen, erklärt Elke Herrmann, Sprecherin für Strafvollzug der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Ich fordere den FDP-Justizminister Dr. Jürgen Martens auf, sich für den Erhalt der Suchthilfe in Sachsen auf dem bisherigen Niveau einzusetzen. Sonst erschnüffeln seine Drogenhunde bald noch mehr Drogen in den JVA. Denn ohne Hilfe und Therapie werden die Suchtprobleme der Strafgefangenen in Freiheit wieder die Oberhand gewinnen und es gibt ein Wiedersehen im Knast."

Die Suchthilfe ist von den drastischen Kürzungen im Sozialbereich bedroht. Bisher wird Drogenberatung in den JVAs angeboten und gerade auch Insassen nahegelegt, bei denen Drogenprobleme offensichtlich geworden sind, z. B. bei Kontrollen.

Eine Therapie kann sich unmittelbar an den Vollzug anschließen und schon in der letzten Phase der Haft vorbereitet werden. Es ist auch möglich, dafür vorzeitig entlassen zu werden.

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