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Pressemitteilung | 29.09.16

Spitzengespräche zum Lehrermangel/Schülerproteste − Es ist mehr als überfällig, dass sich die Staatsregierung endlich bewegt

(2016-274) Vor der Fortsetzung der Spitzengespräche zum Lehrermangel zwischen der Staatsregierung und den Lehrergewerkschaften und den heutigen Schülerprotesten erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Wir GRÜNE begrüßen eine mögliche Einigung in den Verhandlungen bei den Spitzengesprächen zum Lehrermangel. Es ist mehr als überfällig, dass sich die Staatsregierung nach elf Verhandlungsrunden endlich bewegt und zwar deutlich. Dringend nötig ist die Beseitigung vorhandener Ungerechtigkeiten bei den Vergütungen und Eingruppierungen für das Lehrerpersonal, Anreize und Entlastungen für das längere Verbleiben im Schuldienst sowie zusätzliche Funktionsstellen zum effizienteren Management des Schulalltages. Das ist das Mindeste!"
"Darüber hinaus erwarten wir, dass für die hohe Zahl an Seiteneinsteigern künftig vor Unterrichtsbeginn ausreichende Vorbereitungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Der schwierige Schulstart des Jahres 2016 darf sich so nicht wiederholen. Eines ist auch klar, die Maßnahmen zur Lehrergewinnung dürfen nicht zu neuen Ungerechtigkeiten zwischen alten und neuen Lehren im System führen. Wir brauchen endlich eine Bildungspolitik, die vorausschauend, vorsorgend und wertschätzend mit Lehrerinnen und Lehrern umgeht. Das Kultusministerium muss aus den Fehlern der vergangenen Jahre lernen."

"Mit Blick auf die heutigen Schülerproteste 'Rettet die Bildung' wird darüber hinaus deutlich, dass die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und ihr Recht auf gute Bildung endlich wieder in den Fokus sächsischen Regierungshandelns treten müssen. Das von der CDU proklamierte 'Weiter so!' wird Sachsen als Bildungsstandort nicht voranbringen. Wir GRÜNE wollen keine Revolution im Bildungssystem, aber Bewegung! Deshalb unterstützen wir auch die Forderungen des Landesschülerrates, des Landeselternrates und sächsischer Wirtschaftsverbände. Die Möglichkeit des längeren gemeinsamen Lernens, stärkere Mitbestimmung, digitale Bildung und das Thema Inklusion sind die Bildungsfelder, auf denen sich seit Jahren in Sachsen nichts oder nur wenig bewegt. Dieser Zustand muss endlich beendet werden!" 

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