Datum: 06. Dezember 2020

Corona: Es geht um die Zukunft unserer Kinder, nicht um Lockerungen zu Weihnachten und Silvester

Angesichts der weiterhin steigenden Infektionszahlen in Sachsen und den bevorstehenden Feiertagen wird zunehmend auch über den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Schulen und Kitas diskutiert.

Dazu erklärt Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Mit der Entscheidung, Bildung und Teilhabe der Kinder in Schulen und Kindertageseinrichtungen weiterhin zu ermöglichen, müssen auch Maßnahmen zur Sicherheit von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie Schülerinnen und Schülern ergriffen werden. Der steigenden Infektionsgefahr muss mit entschlossenen Schritten auf allen Ebenen begegnet werden. In Anbetracht der aktuellen Infektionslage ist es wichtiger denn je, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen.“

„Wer jetzt über Lockerungen zu Weihnachten und Silvester spricht, verspielt die Zukunft unserer Kinder. Wir alle sollten akzeptieren, dass wir dieses Jahr ein anderes Weihnachtsfest erleben als sonst. Wie so vieles dieses Jahr anders gewesen ist als sonst.“

Christin Melcher betont außerdem: „Unser oberstes Ziel muss es sein, alles zu ermöglichen, damit Kinder weiterhin Teilhabe und Bildung erfahren. Das heißt aber nicht Präsenzunterricht um jeden Preis. Wir brauchen die Freiheit, die Rechtssicherheit und die Akzeptanz, um vor Ort bedarfsgerecht auch andere Modelle der Bildung und Teilhabe zu ermöglichen, um individuell auf die Infektionslage reagieren zu können.“

„Bei allen Entscheidungen müssen wir die Schwächsten in den Blick nehmen: Kinder mit Handicap, die zu Hause vielleicht nicht ausreichend gefördert werden können, und all diejenigen, die eine erneute Schulschließung vor gesundheitliche und enorme psychische Belastungen stellen würde, sowie die vielen Alleinerziehenden. Bevor man die Zukunft der Kinder einschränkt, müssen alle möglichen Maßnahmen zur Eindämmung von Kontakten ergriffen werden. Ich finde es deshalb falsch, dass momentan mitunter der Eindruck erweckt wird, dass das Infektionsgeschehen allein mit Schul- und Kitaschließungen unter Kontrolle zu bekommen wäre.“

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