Datum: 20. Februar 2026

Cyberangriff auf SKD: Staatsregierung muss beim Thema Cyber-Sicherheit den Flugmodus ausschalten

Gestern wurde bekannt, dass nach einem Cyberangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden womöglich ein Diebstahl wertvoller Kunstgegenstände aus dem Dresdner Zwinger geplant war. Der Hinweis darauf kam von ausländischen Behörden.

Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, hatte erst im Oktober vergangenen Jahres nach dem Umgang mit Cyberattacken bei der Staatsregierung gefragt. Die Antwort zeigte dringenden Handlungsbedarf. Vor dem Hintergrund der Angriffe in Dresden kritisiert Lippmann:

„Der geplante Diebstahl ist glücklicherweise abgewendet wurden. Für die Zukunft können wir aber nicht aufs Glück setzen, sondern müssen selber handlungsfähig werden. In einer Antwort auf meine Kleine Anfrage aus dem Oktober hat die Staatsregierung eingeräumt, dass sie bei Cyberangriffen bisher weder erfasst, wie lange einzelne Angriffe dauern, noch versucht wird, zu erkennen, wer dahintersteckt.“

Die Staatsregierung muss dringend ihre Laissez-faire-Haltung bei der Detektion von Cyberangriffen ändern. Der Unwille, schnell zu ergründen, wer hinter einem Angriff steckt, ist fahrlässig. Denn nicht nur Kriminelle haben es auf die IT-Systeme abgesehen, sondern auch ausländische Mächte wie Russland. Um das tatsächliche Ziel eines Cyberangriffs zu erkennen, muss geklärt werden, woher er kommt. Die Angriffe geschehen nicht nur aus finanziellen Motiven, sondern werden zunehmend auch zur Destabilisierung von Demokratien genutzt. Wer unsere Demokratie schützen will, muss beim Thema Cyber-Sicherheit den Flugmodus ausschalten. Ahnungslosigkeit und Abwarten sind dabei keine kluge Strategie, sondern eine Gefahr für die Cybersicherheit in Sachsen.“

 

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