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Im eher ländlich geprägten Raum werden oft andere Antworten und Wege hin zu mehr Nachhaltigkeit gebraucht, als in den urbanen Zentren. Klein- und Mittelstädte haben andere Voraussetzungen und Bedarfe, aber auch andere Möglichkeiten und Chancen, um nachhaltige und zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. In vielen ländlichen Regionen Sachsens gibt es bereits Projekte, die beispielhaft Lösungen, Anregungen und Antworten auf diese Fragen bieten sowie Erfahrungen, die wir miteinander teilen wollen. Dazu laden wir Sie und Euch herzlich am 18. Juni nach Meißen zum „Forum für nachhaltige Entwicklung“ ein.

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Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Programm

14:00 Uhr
Eröffnung durch Thomas Löser

Sprecher für Stadtentwicklung und Bauen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

14:10 Uhr
Panel 1: Nachhaltige Mobilität
Input: „Verkehrswende. Aufgaben für Mittelstädte“, Gerhard Liebscher
Verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

REGIONALE PROJEKTE:

„Was lange währt wird gut.“ – Wie eine Bürgerinitative ein Carsharing-Unternehmen nach Meißen holte.
Erfahrungsbericht von Frank Buchholz

Während in den Großstädten Carsharing längst etabliert ist und Anbieter um Standorte konkurrieren, ist deren Präsenz in Klein- und Mittelstädten sehr überschaubar. Zu groß das finanzielle Risiko und zu viele Unsicherheiten bei der Auslastung der Fahrzeuge. Wie es trotzdem gelingen kann ein Carsharing Unternehmen für eine Mittelstadt zu begeistern, welche Bedingungen dafür von Bürger*innen geschaffen werden müssen und was passieren muss, um solche Angebote auszuweiten, schildert Frank Buchholz am Beispiel von Meißen.

„Wir wollen unsere Bahn zurück.“ – Wie aus einer Bürgerinitative eine GmbH wurde, welche die S-Bahn zurückholt.
Der lange Weg zur Streckenreaktivierung von Eckhard Sauter

Die Stilllegung von Eisenbahnstrecken oder die Abbestellung von SPNV ging in Sachsen sehr schnell. Wie steinig und lang der Weg zur Streckenreaktivierung ist, warum es sich dennoch lohnt, ihn zu gehen und welche Chancen damit für die Region verbunden sind, schildert Eckart Sauter, Geschäftsführer der Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie GmbH (NRE), die sich seit Jahren für die Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebes auf der Strecke Döbeln – Meißen einsetzt.

„Radfahrer*innen als kommunale Verkehrsexpert*innen“ – Warum Radfahrer*innen in Meißen mitreden können.
Der Arbeitskreis Radverkehr Meißen als etabliertes Gremium zwischen Stadtrat und Amt von Anatoly Arkhipov (Stadtverwaltung Meißen)

Ein schwerer Unfall mit einem Radfahrer war 2016 der Auslöser zur Gründung der AG Radverkehr in Meißen. Mittlerweile ist das Gremium etabliert, mit Vertreter*innen aus Bürger*innenschaft, Politik und Ämtern besetzt, wird bei allen städtischen Bauvorhaben einbezogen, gibt Stellungnahmen ab und sucht pragmatische Lösungsvorschläge um die Situation von Radfahrer*innen in Meißen zu verbessern.
Mit anschließender Diskussion, ca 30 Minuten.

15:30 Uhr
Pause Kaffee / Kuchen / Erfrischungsgetränke

16:00 Uhr
Panel 2: Nachhaltiges Bauen

Input: „Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen im Freistaat“, Thomas Löser, Sprecher für Stadtentwicklung und Bauen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

REGIONALE PROJEKTE:

„Meißner Wohnen 4.0“ – Das energieautarke Mehrfamilienhaus des kommunalen Meißner Wohnungsunternehmens SEEG

Energieautarke Gebäude sind nicht neu, aber bisher oft nur finanzkräftigen Mieter*innen vorbehalten. Das kommunale Meißner Wohnungsunternehmen SEEG hat ein energieautarkes Mehrfamilienhaus für die breite Bevölkerung errichtet und so einen Weg aufgezeigt, der sowohl Energieeffizienz als auch soziale Verantwortung vereint – ein Vorbild für kommunales Bauen 4.0. Die SEEG Geschäftsführerin Birgit Richter mit einem Bericht über bauliche und politische Hürden der Errichtung des Baus und Erfahrungen nach einem Jahr Bezug.

„Raus aus der Nische!“ – Moderner Lehmbau als zukunftsfähiges und massentaugliches Baukonzept.

Neben der Energieeffizienz ist auch die Auswahl der Baustoffe ein wichtiges Merkmal für Nachhaltigkeit. Der Urbaustoff Lehm ist in Bezug auf Energieeinsatz, Recyclingfähigkeit, Wohnklima und Wärmespeicherverhalten auch ein Zukunftsbaustoff. Wie mit modernsten Methoden und mit wissenschaftlichen Know-How der Lehmbau seinen Platz im modernen Hausbau finden kann, demonstriert Prof. Dr. Jäger mit seinem Pilothaus mit einem freitragenden, modernem Lehmmauerwek in Meißen.
Mit anschließender Diskussion, ca 30 Minuten.

Pause / Imbiss

18:00 Uhr
Panel 3: Nachhaltige Energieversorgung – Wie wird Klimaneutralität 2045 im Landkreis Meißen möglich?
Input 1: „Energiewende in Sachsen. Erfolgsfaktoren und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“ – Gerd Lippold (Staatssekretär für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft im Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft)

Input 2: „Der Blick der energieintensiven Industrie auf die zukünftige Energiebeschaffung“ – Dr. Jutta Matreux (Werksleiterin Wacker Chemie AG Nünchritz)

Moderiertes Gespräch:

Bis wann kann der Landkreis Meißen eine klimaneutrale Energieversorgung sicher stellen? Welche Hebel müssen hierfür in Bewegung gesetzt werden, sodass wir vom Schneckentempo zur erforderlichen Dynamik beim Klimaschutz auf kommunaler Ebene kommen?

Moderation: Ines Kummer, Sprecherin für Landesentwicklung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

Teilnehmer*innen:
Gerd Lippold, Staatssekretär SMEKUL
Dr. Jutta Matreux, Werksleitung Wacker Chemie AG, Nünchritz
Ute Kedzierski, Zentrum für Technologiestrukturentwicklung Region Riesa-Großenhain GmbH
Frank Buchholz, Projektleiter UKA, Energieparkentwickler

Ende 19:30 Uhr
Anschließend offene Gespräche mit BBQ, Getränke, (Live-)Musik

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