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Podiumsdiskussion

GRÜN statt BETON - Wie stoppen wir den Flächenfraß?

Zeit:
Montag, 10.12.18
18:30 - 20:30 Uhr
Ort:
Drogenmühle Heidenau
Dresdner Straße 26
01807 Heidenau
Veranstalter:

Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen

    2018 GSB

    Mit Bernhard Borchers, Stadtrat der Stadt Heidenau und Mitglied der „Bürgerinitiative Oberelbe“,

    Thomas Klingner, Kreisrat aus Dohna (angefragt) und

    Wolfram Günther, Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion.

    Moderation: N.N.


    Jeden Tag verschwinden mehr als vier Hektar Natur in Sachsen unter Asphalt und Beton. Dieser Flächenverbrauch entspricht jeden Tag einer Fläche so groß wie sechs Fußballfelder.
    In Heidenau, Dohna und Pirna hat in den letzten Wochen das gigantische Bauprojekt „Industriepark Oberelbe“ direkt am FFH-Gebiet Barockgarten Großsedlitz zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufgebracht und in der Bevölkerung zu Verunsicherung geführt. Der Widerstand gegen dieses natur- und landschaftszerstörende Projekt wächst. Inzwischen laufen in Heidenau und Pirna Bürgerbegehren.
    Der ausufernde Flächenfraß im Freistaat vernichtet unsere Felder, Wiesen und Wälder. Während die Einwohnerzahl im Freistaat zurückgeht, entstehen immer neue Straßen, Wohn- und Gewerbegebiete. Beim Flächenverbrauch durch neue Straßen liegt Sachsen sogar mit Abstand auf Platz 1 unter allen Bundesländern. Es bleiben Narben in der Natur und unserer einmaligen Kulturlandschaft. So verliert Sachsen sein einzigartiges Gesicht.

    Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag will den Flächenverbrauch in Sachsen stoppen. Die Fraktion hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nachdem das Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung des Freistaates Sachsen so ergänzt werden soll, dass der Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf null Hektar zu begrenzen ist. Zudem soll das Staatsministerium des Innern ermächtigt werden, ein Handelssystem für Flächenzertifikate zu etablieren, dass eine Flächenneuinanspruchnahme ermöglicht, auch wenn innerhalb der Kommune kein Ausgleich durch Entsiegelung geschaffen werden kann.

    Die GRÜNE-Landtagsfraktion schlägt vor, dass es für jede neu versiegelte Naturfläche einen Ausgleich durch Entsiegelung geben soll. Nur so schaffen wir es, dass unsere Orte weiter Möglichkeiten für ihre Entwicklung haben, zugleich aber unsere Natur und gewachsene Landwirtschaft geschützt wird. Nur so bleibt eine unberührte Erzgebirgsnatur Teil einer unverwechselbaren Heimat.
     
    >> Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag 'Gesetz zur Begrenzung des Flächenverbrauchs im Freistaat Sachsen' (Drs 6/14409)

    Gemeinsam mit den Gästen der Veranstaltung sollen folgende Fragen diskutiert werden:

    • Wie schaffen wir es, unsere Natur vor dem Industriepark Oberelbe effektiv zu schützen?
    • Warum brauchen wir schnellstmöglich ein Gesetz zur Begrenzung des Flächenverbrauchs in Sachsen?
    • Wie wirkt sich dieses Gesetz auf unsere Städte und die Landwirtschaft aus?
    • Welche Entwicklungen sind ohne ein solches Gesetz zu befürchten?
    • Welche Auswirkungen hat die Versiegelung in Hanglagen nach Starkregenereignissen?

     

     

     

     

    Politikfelder