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Die GRÜNE KulTour 2016

Die GRÜNE KulTour 2016. Fotos: GFSN
Die GRÜNE KulTour 2016. Fotos: GFSN

Auch in diesem Jahr geht Dr. Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im sächsischem Landtag, wieder auf GRÜNE KulTour durch Sachsens Kulturräume. Schwerpunkte der diesjährigen Tour sind die Novellierung des Kulturraumgesetzes und interkulturelle Kulturarbeit im Einwanderungsland Sachsen.

Wir wollen uns vor Ort mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren über die Chancen der Novellierung des Kulturraumgesetzes austauschen und auf die Möglichkeiten von Kunst und Kultur für die Entwicklung einer Einwanderungsgesellschaft eingehen. Die Anregungen und Ergebnisse wollen wir aufnehmen und unsere parlamentarische Arbeit und die Weiterentwicklung unsere Forderungen und Zieleeinfließen lassen.

Neu sind auf dieser Tour Abendveranstaltungen in Form offener Gesprächsrunden. Mit Expert*innen, engagierten Bürger*innen und Vereinen wollen wir in Görlitz am 4. Mai die Novellierung des sächsischen Kulturraumgesetzes im Gerhart Hauptmann Theater und in Leipzig am 12. Mai im Verein Frauenkultur die Bedingungen interkultureller Kulturarbeit in Sachsen diskutieren.

Die verschiedenen Station in den Kulturräumen Erzgebirge-Mittelsachsen, Niederschlesien-Oberlausitz, Elbtal-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und in der Kulturstadt Leipzig beinhalten eine Vielzahl unterschiedlicher Gespräche und können dennoch nur wenige Besuche sein, in Anbetracht der Vielfalt kultureller Angebote in Sachsen.

Hintergrund zur KulTour:

» Große Anfrage 'Interkulturelle  Kulturarbeit - Chancen für die Entwicklung von Kunst und Kultur im Einwanderungsland Sachsen' (Drs. 6/3015)

» GRÜNER Entschließungsantrag „Interkulturelle Kulturarbeit“ (Drs.6/6271)

 

Dies waren unsere Stationen:

» Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
02.05.2016 Fahrbibliothek Hainichen, Gellert-Museum, Müllerhof Mittweida

» Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien
04.05.2016 Museum Schloss Klippenstein, Sercond Attempt Görlitz, offene Gesprächsrunde im Gerhart-Hauptmann-Theater-Görlitz

» Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
11.05.2016 Kulturamt Radebeul, Landesverband Bildende Kunst, Landesbühnen Sachsen

» Kulturstadt Leipzig
12.05.2016 Theater der Jungen Welt, LOFFT - Das Theater, Büchothek, offene Gesprächsrunde im Verein Frauenkultur

» Kulturraum Leipziger Raum
13.06.2016 Galeriebesuch sowie BAFF Theauter und Theaterakademie Sachsen in Delitzsch

» Kulturstadt Dresden
20.10.2016 Internationale Gärten Dresden, Modellprojekt "K9 - Kreativ - Intergrativ", projekttheater Dresden 

 

» Bilder zur Tour gibt's hier ...

 

Das Programm im Überblick:

Montag, 02.05.2016: Auftakt im Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
» Besuch der Kreis- und Fahrbibliothek Hainichen - Gespräch mit Bibliotheksleiterin Gabriele Hohmann
» Besichtigung Gellert-Museum (Literaturmuseum) Hainichen - Gespräch mit Museumsleiterin Angelika Fischer
» Im Gespräch mit der Projektmanagerin und dem Koordinator der Netzwerkstelle Kulturelle Bildung des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen, Heike Haarig und Reinhard Riedel, möchte Maicher die Projektförderung und -koordination im Kulturraum sowie deren finanzielle Ausstattung diskutieren. Das Gespräch findet ebenfalls im Gellert-Museum statt.
» Soziokulturelles Zentrum Müllerhof e.V. Mittweida.


Mittwoch, 04.05.2016, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien
» Besuch Museum Schloss Klippenstein in Radeberg/ Gespräch mit Museumsleiterin Katja Altmann
» Besuch Verein Second Attempt Görlitz. Gespräch mit stellv. Vorsitzendem Enrico Merker und Vorstandsmitgliedern Margarete Kozaczka und Christian Thomas

» 19 Uhr Diskussion „Neue Impulse für die Kulturförderung“ im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz mit Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt (Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen), Margarete Kozaczka (Vorstand Second Attempt e.V.) und Thomas Pilz (Vorsitzender Kulturbeirat Niederschlesien-Oberlausitz).


Mittwoch, 11.05.2016, Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
» Gespräch mit Kulturamtsleiter Radebeul, Alexander Lange
» Besuch Landesverband Bildende Kunst Sachsen e.V. / Gespräch mit Vorsitzender Simone Heller
» Besuch der Willkommensbibliothek Pirna / Gespräch mit Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, Christian Schmidt-Doll
» Besuch Landesbühnen Sachsen / Gespräch mit Intendant Manuel Schöbel


Donnerstag, 12.05.2016, Kulturraum Leipzig
» Besuch Theater der Jungen Welt / Gespräch mit Intendant Jürgen Zielinski
» Besuch LOFFT - Das Theater / Gespräch mit  künstlerischem Leiter Dirk Förster
» Besuch der Bibliothek Bunte Büchothek des WeltOffen e. V. / Gespräch mit Vorstandsvorsitzender Alexandra Räsack

» 19 Uhr Diskussion „Willkommen! Interkultur in Sachsen“ im Verein Frauenkultur mit Kristin Eubling (Kulturmanagerin), Anne Pallas (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.), Torsten Tannenberg (Interessengemeinschaft Landeskulturverbände Sachsen), Moderation: Elia van Scirouvsky (Schriftsteller) 


Montag, 13.06.2016, Kulturraum Leipziger Raum
» Besuch der aktuellen Ausstellung - Eiscafé am Markt / Gespräch mit Betreiberin Louise Glowka
» Besuch Theaterakademie Sachsen / Gespräch mit Leiterin Jana Bauke

» 17 Uhr Offenes Kulturgespräch mit Kulturvereinen und Kulturschaffenden


Donnerstag, 20.10.2016, Kulturstadt Dresden
» Besuch des Internationale Gärten e.V. / Gespräch mit Vereinssprecher Mattes Hoffmann
» Besuch K 9 - Kreativ - Integrativ in der Alten Feuerwache / Gespräch mit Projektleiterin Sindy Berndt

» 19 Uhr Diskussion „Willkommen! Interkultur in Sachsen“ im projekttheater Dresden mit Julia Kuzminska (tjg. Theaterakademie), Mohammad Al-Masalme (Internationale Gärten e.V.), Anne Pallas (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.), Moderation: Christoph Anders (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in Sachsen)

   

Auftakt der GRÜNEN KulTour im Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen

Zum Tourauftakt traf sich Dr. Claudia Maicher mit Dr. Christine Klecker, Geschäftsführerin Mittelsächsische Kultur gGmbh, und Gabriele Hohmann, Leiterin der Bibliothek (v.l.n.r.). Foto: GFSN

Oftmals ist es die einzige Möglichkeit Bürger*innen vor Ort ein Angebot zu ermöglichen - die Fahrbibliothek Hainichen im Landkreis Mittelsachsen

In Hainichen besuchte Claudia Maicher die Kreis- und Fahrbibliothek und sprach mit der Leiterin Gabriele Hohmann und der Geschäftsführerin der Mittelsächsischen Kultur gGmbH, Christine Klecker. Im Gespräch ging es um die Organisation und Annahme des mobilen Angebots. Danach konnte sich Claudia Maicher vor Ort ein Bild von der fahrbaren Bibliothek machen und den Bus besichtigen.

Das Angebot der Fahrbibliothek erfreut sich, nach Auskunft der Leiterin, seit Gründung der Bibliothek im Jahr 1994, einer ungebrochenen Nachfrage. Sowohl Kindergärten und Grundschulen werden angefahren, als auch die Vielzahl von Gemeinden im Landkreis Mittelsachsen, die über kein eigenes Bibliotheksangebot mehr verfügen oder deren Bibliotheken durch die Fahrbibliothek ergänzt werden.

Claudia Maicher weiß, dass es zur Sicherstellung eines flächendeckenden und guten Angebots entsprechendes Fachpersonal und für ein modernes Bibliotheksangebot auch eine gute Internetanbindung braucht: „Die Erweiterung des Bibliothekangebots um ein digitales Angebot ist eine gute Möglichkeit, auch junge Nutzerinnen und Nutzer, Berufstätige oder Menschen in Ausbildung zu erreichen, die zu den Öffnungszeiten und Terminen der Fahrbibliothek nicht erscheinen können. Eine Herausforderung ist die Vielzahl an Gemeinden, die kein eigenes, umfangreiches Angebot mehr unterhalten können. Die Fahrbibliothek ist hier eine wichtige und gute Ergänzung. Um der Nachfrage gerecht zu werden und über den Bestand der Nutzerinnen und Nutzer hinaus, auch neue Personen gewinnen zu können, ist es wichtig, dass auch künftig in regionalen und kommunalen Bibliotheken Fachpersonal eingestellt wird und nicht auf rein ehrenamtlich angestelltes Personal oder Verwaltungsmitarbeiterinnen ausgewichen wird.“

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Gespräche im Gellert Museum in Hainichen

Gespräch im Gellert Museum Hainichen mit Haike Haarig, Manja Dahms (v.l.n.r). Foto: GFSN

Die Finanzierung und Sicherung des kulturellen Angebots war ein zentrales Thema beim Gespräch mit der Netzwerkstelle kulturelle Bildung und mit der Finanzverantwortlichen des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen.

Im Gespräch mit der Projektmanagerin Haike Haarig und dem Koordinator der Netzwerkstelle kulturelle Bildung des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen, Reinhard Riedel, sowie mit der Finanzverantwortlichen des Kulturraums, Manja Dahms, diskutierte Claudia Maicher die Ergebnisse der Evaluation des Kulturraumgesetzes und nötige Erneuerungen, die in die Novellierung des Gesetzes einfließen müssen.

Im Gespräch, das im Gellert-Museum Hainichen stattfand, wurde deutlich, dass es für den Erhalt und die Gewährleistung eines breiten kulturellen Angebots in den Kulturräumen, auch bei der kulturellen Bildung, eine zuverlässige Finanzierung braucht.

Claudia Maicher fasst die Ergebnisse zusammen: „Für die künftige Finanzierung ist es wichtig, dass im Gesetz eine Dynamisierung und grundlegende Erhöhung der Landeszuweisungen festgeschrieben wird. Außerdem dürfen künftig Ausgaben für Investitionen nicht mehr in die Berechnung der Höhe der Zuwendung an die Kulturrräume einbezogen werden. Schwankungen bei der Höhe der Zuwendungen sollten vermieden werden, damit Kulturentwicklung in den Kulturräumen weiter möglich ist. Das geht nur mit Planbarkeit über das Jahr hinaus.“

Ein wichtiges Thema für alle Kulturräume ist die faire Entlohnung von Künstlerinnen und Künstlern, deshalb ist Claudia Maicher überzeugt: „Die Kulturräume müssen in die Lage versetzt werden, dass nicht mehr Haustarifverträge die Normalität sind, sondern Tarifverträge zählen und Tarifsteigerungen gezahlt werden können. Langfristig muss es das Ziel sein, dass die Kulturräume den Kulturschaffenden in Sachsen Flächentarif zahlen können.“

„Im Bereich kulturelle Bildung braucht es dringend eine Verstetigung der Förderung für Netzwerkstellen. Sie müssen unabhängig von einer Projektförderung instituionell gefördert werden."

Das Gespräch fand in den Räumen des Gellert-Museums in Hainichen statt. Anschließend informierte Claudia Maicher sich im Rahmen einer Führung durch die Dauerausstellung bei Museumsleiterin Angelika Fischer über das breite museumspädagogische Angebot des Museums.

» www.gellert-museum.de

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Besuch des soziokulturellen Zentrums Müllerhof in Mittweida

Zirkuswagen im Garten des soziokulturellen Zentrums Müllerhof in Mittweida. Foto: GFSN

Auf der letzten Station im Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen sprach Claudia Maicher mit Gertraude Sommer, einem engagierten Vereinsmitglied des Vereins Müllerhof. Sie führte Claudia Maicher durch die Werkstätten, Veranstaltungs-, Tagungs- und Büroräume.
Der Verein befindet sich in den historischen Räumen eines alten Dreiseitenhofs. Die Räume wurden in mühevoller Kleinarbeit von Vereinsmitgliedern und im Rahmen verschiedener Projekte renoviert und künstlerisch gestaltet.
Das Angebot des Vereins reicht von Schwangerschafts- und Eltern-Kind-Kursen über Näh- und Klöppelkurse bis hin zu Lesungen, Tanzkursen und Konzerten. Außerdem findet jeden Sommer ein internationales Jugendaustauschprogramm auf dem Gelände des Vereins statt.

„Das Engagement der Mitglieder des Müllerhof ist ein positives Beispiel für einen generationsübergreifenden Austausch und interkultureller Kulturarbeit“, sagt Maicher. Besonders wichtig ist ihr, dass der Verein das Ergebnis bürgerlichen Engagements ist und sein Ursprung in einem Verein zur Förderung von Fraueninitiativen liegt.

Ein Highlight des Müllerhof ist der große, weitläufige und liebevoll gestaltete Garten. Schulklassen und Anwohner*innen nutzen und pflegen ihn. Zwischen Obstbäume, Sträuchern und bunten Blumenbeeten befindet sich auch ein Zirkuswagen mit einer kleinen Bühne. Kinder und Anwohner lernen so Natur hautnah kennen und können sich künstlerisch erproben.

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Kultur Raum geben – Gespräch und Besuch im Museum Schloss Klippenstein

Claudia Maicher besucht die Ausstellung im Museum Schloss Klippenstein

In Radeberg sprach Claudia Maicher mit Museumsleiterin Katja Altmann und Museumspädagoge Hauke Schiek vom Museum Schloss Klippenstein.
Es kam die erfolgreiche Entwicklung und Nutzung des Museums durch Anwohner*innen der Stadt und den im Ort ansässigen Vereinen und Schulen zur Sprache. Vor allem das ehrenamtliche Engagement der Anwohner*innen und die gute Zusammenarbeit mit der Kommune machen die Leiterin und der Museumspädagoge für die Lebendigkeit des Museums verantwortlich. Das Museum avanciert fast schon zu einem soziokulturellen Zentrum, wenn regelmäßig Konzerte, Lesungen und Ausstellungen lokaler Künstler*innen stattfinden.

In der anschließenden Führung konnte sich Claudia Maicher von der abwechslungsreichen Ausstellung des Museums überzeugen. So wird nicht nur viel über die Geschichte des Schlosses vermittelt. Die jüngere Industriegeschichte der Stadt ist ebenfalls ein Thema. Verschiedene Unternehmen und Produkte, von Beginn der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert an, werden ausgestellt.
„Das Museum gibt den Anwohnerinnen und Anwohnern Raum zum kulturellen Austausch und zeigt, wie lebendig lokale Museen sein können“, sagt Claudia Maicher.

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Jugendkultur in Görlitz – ein Besuch bei Second Attempt

Claudia Maicher bei Second Attempt in Görlitz. Foto: GFSN

Görlitz – eine Stadt mit hohem Altersdurchschnitt verfügt dennoch über eine lebendige Jugendkultur.
Mitverantwortlich ist dafür der Verein Seccond Attempt. Claudia Maicher traf sich zum Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern Enrico Merker, Margarete Kozaczka und Christian Thomas.

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Jugendkultur und Soziokultur in Görlitz und der Region zu fördern. Jugendliche mit eigenen Ideen wird organisatorisch unter die Arme gegriffen, wie zum Beispiel dem „A-Team“, eine Art Jugendparlament in Görlitz. Das überregional bekannte „Fokusfestival“ ist ebenfalls das Ergebnis der kreativen Arbeit des 2003 gegründeten Vereins.

„Es ist enorm wichtig, dass es Vereine wie Seccond Attempt gibt, die Jugendkultur fördern und junge Menschen bei der Umsetzung eigener kultureller Projekte unterstützen“, sagt Claudia Maicher.

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"Neue Impulse für die Kulturförderung" – Offene Gesprächsrunde im Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz

Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz. Foto: GFSN

Im Rahmen einer offenen Gesprächsrunde diskutierte Claudia Maicher mit Margarete Kozaczka vom Verein Second Attempt, Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt vom Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen und dem Vorsitzenden des Kulturbeirats Oberlausitz-Niederschlesien, Thomas Pilz.
Unterschiedliche Vertreterinnen und Vertreter der Kultureinrichtungen des Kulturraums brachten sich ebenfalls in die offene Diskussion ein, so auch der Kulturraumsekretär.

Im Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren aus größeren und kleineren Kultureinrichtungen, Politik und Verwaltung, wurden verschiedene Ideen, Visionen und Maßnahmen der Kulturraumförderung angesprochen und diskutiert.
Unter anderem wurden Ideen wie die Einrichtung einer Servicestelle für Anträge zur Kulturförderung diskutiert oder der Umgang mit neuen Projekten in der Kulturförderung thematisiert. Kritisch wurde auf den Wert von Kultur für das Zusammenleben innerhalb der Gesellschaft eingegangen.

Zahlreiche Impulse von Praktikern aus dem Kulturbetrieb machten die Abendveranstaltung zu einen Erfolg. Viele Ideen und Vorschläge wurden mitgenommen und fließen künftig in die politische Arbeit der Fraktion ein.

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Kommunale Kulturförderung – Gespräch mit Kulturamtsleiter in Radebeul

Claudia Maicher mit Kulturamtsleiter Alexander Lange in Radebeul. Foto: GFSN

Im Kulturraum Meißen/Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sprach Claudia Maicher in Radebeul mit Kulturamtsleiter Alexander Lange und besichtigte die städtische Galerie.

Thema war neben der kommunalen Kulturförderung auch die Bedeutung der Kulturraumförderung für sächsische Kommunen und das Zusammenspiel beider. Trotz knapper Budgets werden in Radebeul Projekte wie das Planetarium, die Sternwarte oder die Karl May Festspiele gefördert. Gleichzeitig achte man darauf, dass Kultur bezahlbar bleibt. So erhebt die Bibliothek in Radebeul keine Jahresgebühr und die Preise für Kultureinrichtungen werden niedrig gehalten.

Nach dem Gespräch gab es noch einen Rundgang durch die Stadtgalerie Radebeul mit der Gedenkausstellung zum 130. Geburtstag des Malers und Graphikers Karl Sinkwitz.

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Bildende Kunst Sachsen in Sachsen – ein Gespräch mit dem Landesverband Bildende Kunst

Im Gespräch mit der Vorsitzenden des Landesverbands, Simone Heller, und der Geschäftsführerin Lydia Hempel diskutierte Claudia Maicher die Situation der Sparte Bildenden Kunst in Sachsen.

Die Herausforderung für Künstlerinnen und Künstler bestehe in der Sparte vor allem in der Finanzierung ihrer Arbeit. Zur Verbesserung der finanziellen Situation der Künstler*innen hat der Landesverband eine Richtlinie zur Vergütung von Ausstellungen erarbeitet und veröffentlicht. Damit soll der prekären Beschäftigung von Künstlerinnen und Künstlern entgegengewirkt, auf das Thema aufmerksam und eine Grundlage für eine gerechtere Bezahlung geschaffen werden.

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Rathen: Gespräch mit Intendant und Geschäftsführer der Landesbühnen Sachsen

Während auf der Bühne für die Premiere einer neuen Winnetou Inszenierung geprobt wird, diskutiert Claudia Maicher mit dem Intendant und Geschäftsführer der Landesbühnen Sachsen, Manuel Schöbel. Die Situation der Landesbühnen, das breite Repertoire und deren Finanzierung sind Themen des Gesprächs.
Als Wanderbühne sind die Landesbühnen nicht auf einen Standort festgelegt, sondern in ganz Sachsen zu Hause, um ihren Kulturauftrag zu erfüllen. Dabei sei das Angebot als Ergänzung zum Angebot vor Ort zu sehen. Eine Besonderheit ist die Spielstätte in Rathen.

Bezüglich der Finanzierung wurde deutlich, dass die Ausgliederung des Orchesters nichts an der finanziell schwierigen Situation der Landesbühnen geändert habe, obwohl die Besucherzahlen stabil sind.

Einigkeit zwischen Claudia Maicher und Manuel Schöbel bestand darin, dass es auch an sächsischen Theatern endlich gute Tarifverträge braucht, um Künstlerinnen und Künstler angemessen entlohnen und an den Spielstätten halten zu können. Momentan herrsche eine Schieflage bei der Bezahlung der Künstler*innen.
Grundlegend müsse es eine bessere Finanzierung der Kultureinrichtungen geben, um allen, die in Kultureinrichtungen arbeiten, einen fairen Lohn zahlen zu können.
„Die Staatsregierung schmückt sich gerne mit den vielen Theatern und Orchestern in Sachsen, aber dazu braucht es endlich auch die Grundlage für eine faire Bezahlung“, sagt Maicher.

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Zu Besuch im Theater der Jungen Welt Leipzig

Im Gespräch mit dem Intendant und Geschäftsführer des Theaters der Jungen Welt in Leipzig, Jürgen Zielinsky, informierte Claudia Maicher sich über die neue Inszenierung „Brennpunkt: X“ und die Rolle des Theaters in aktuellen politischen Auseinandersetzungen.

Deutlich wurde im Gespräch, dass Kunst und Kultur eine wichtige Schnittstelle für Austausch und Diskurs innerhalb der Gesellschaft sind, aber das Engagement der Kultureinrichtungen und Künstler*innen nicht als selbstverständlich hingenommen werden kann. Kunst und Kultur ermöglichen Diskurse und geben Raum für Austausch, müssen aber dafür auch zusätzliche Unterstützung bekommen. Beispielsweise bringen Inszenierungen wie „Brennpunkt: X“ einen enormen logistischen und personellen Aufwand mit sich, für den kein zusätzliches Personal oder Mittel zur Verfügung stehen. Insgesamt bestehe die Gefahr, dass Theatern durch ihr soziales Engagement zunehmend soziale Aufgaben zukommen, die nicht selbstverständlich sind.

Die Möglichkeit, durch eine Gastspielförderung Inszenierungen auch an anderen sächsischen Theatern und Orten aufführen zu können, war ebenfalls Thema des Gesprächs. 

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Claudia Maicher im Leipziger OFF Theater

LOFFT. Foto: GFSN

Nach einer kurzen Führung durch die Räume des Leipziger OFF Theaters sprach Claudia Maicher mit Dirk Förster (künstlerische Leitung LOFFT) über den bevorstehenden Umzug der Einrichtung und aktuelle Projekte und Aufführungen.

 

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„Willkommen! Interkultur in Sachsen“ - Offene Gesprächsrunde in der Frauenkultur in Leipzig

Im Rahmen einer offenen Gesprächsrunde diskutierte Claudia Maicher mit der Kulturmanagerin Kristina Eubling, der Geschäftsführerin des Landesverband Soziokultur, Anne Pallas und dem Sprecher der Interessengemeinschaft Landeskulturverbände Sachsen, Torsten Tannenberg, die Bedingungen und Chancen interkultureller Kulturarbeit in Sachsen.

Außerdem beteiligten sich verschiedene Initiativen und Vereine an der offenen Gesprächsrunde. Durch die rege Beteiligung des Publikums wurde eine lebendige Debatte geführt und es konnten verschiedene Perspektiven auf interkulturelle Kulturarbeit und die praktischen Bedingungen in Sachsen in die Diskussion einfließen.

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass interkulturelle Kulturarbeit in Sachsen ein wichtiges Thema ist, die sächsische Kulturpolitik aber noch am Anfang steht.

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GRÜNE KulTour in Delitzsch: Besuch Café am Markt & Galerie

Seit 1984 stellt Louise Glowka in den Räumen des gemeinsam mit ihrem Mann geführten Cafés Kunst aus. Geleitet wurde sie dabei immer von der Idee Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen und ein niedrigschwelliges Kulturangebot vor Ort, in Delitzsch, zu ermöglichen. Skulpturen, Gemälde und Exponate unterschiedlicher Ausstellungen und Künstlerinnen konnten die Delitzscher in den vergangenen 32 Jahren im Café am Markt besichtigen. Neben Galeriegesprächen finden im Café auch Ausstellungen von und mit Schulklassen aus Delitzsch statt.

Claudia Maicher besuchte die aktuelle Ausstellung mit Keramikarbeiten von Johanna Baraniak und Aquarellen des Leipziger Künstlers Rolf Zimmermann. Bei einer guten Tasse Kaffee und leckerem Kuchen aus der hauseigenen Konditorei tauschte sie sich mit Louise Glowka über Ausstellungen, Probleme und besondere Erfahrungen der Galeristin aus den vergangenen Jahrzehnten aus.

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Wenn Profession und Praxis aufeinandertreffen: Zu Besuch im BAFF Theater und Theaterakademie Sachsen im Oberen Bahnhof Delitzsch

Im historischen Bahnhofsgebäude Oberer Bahnhof werden seit 2008 in der Berufsfachschule für Schauspiel, Musical und Theaterpädagogik an der Theaterakademie Sachsen Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 27 Jahren unterrichtet. Abends und am Nachmittag finden in den Räumen Aufführungen und Kurse des BAFF Theater statt.

Die Leiterin der Theaterakademie, Jana Bauke, inspiriert und steckt an, wenn sie durch das eindrucksvolle Gebäude führt und von aktuellen Projekten erzählt. Im Gespräch mit Claudia Maicher berichtet sie aber auch über die Schwierigkeiten und Probleme, wenn es beispielsweise um die Finanzierung von Inszenierungen und die Ausstattung des Hauses geht.

Am Ende des Besuchs bleibt der Wunsch wiederzukommen und das Jana Bauke nicht Müde wird, das BAFF Theater und die Akademie in Delitzsch bekannt zu machen und Nordsachsen kulturell zu bereichern.

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Die GRÜNE KulTour in Dresden

Claudia Maicher erfährt vor Ort von Halina Starkloff alles über den Verein "Internationalen Gärten Dresden". Foto: GFSN

In Dresden besuchte Claudia Maicher im Rahmen der GRÜNEN KulTour 2016 Vereine und Projekte die sich im Bereich der interkulturellen Kulturarbeit engagieren und damit einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Miteinander in einer Einwanderungsgesellschaft leisten. Sie besuchte die Internationalen Gärten Dresden und anschließend das Modellprojekt „K9 – Kreativ – Integrativ“. Abends fand im Rahmen einer offenen Diskussionsrunde im projekttheater Dresden ein intensiver Austausch zur Leistung und Förderung Interkultureller Kulturarbeit statt.

Zu Besuch im Grünen – Die Internationalen Gärten Dresden

Wie ökologisch und nachhaltig interkulturelle Kulturarbeit sein kann, zeigt die Arbeit des Vereins Internationale Gärten Dresden. Bei einem Spaziergang durch die Gartenanlage erfuhr Claudia Maicher von Halina Starkloff alles über die Arbeit und das Engagement des Vereines.

Auf einer gemeinsam bewirtschafteten Fläche mit 65 Beeten, mehreren Bienenstöcken und Obstbäumen haben Menschen unterschiedlicher Herkunft ein gemeinsames Ziel: zusammen gärtnern, Erfahrung austauschen, sich kennenlernen und bei kleinen Gartenfesten zusammenkommen.

Seit 2005 macht der Verein es sich zur Aufgabe das interkulturelle Miteinander in Dresden zu befördern. Die 120 Mitglieder sind jeweils zu einem Drittel Geflüchtete, Menschen mit Migrationserfahrung und Menschen ohne Migrationserfahrung. Der Verein hat auch das Ziel den kulturellen Austausch im gärtnerischen Sinne zu fördern. So wachsen hier zum Beispiel asiatische Bohnen neben afrikanischen Kichererbsen und europäischen Kohlrabi.

» gaerten-ohne-grenzen.org

Mit gutem Beispiel vorangehen – das Modellprojekt „K9 – Kreativ – Integrativ“

Im Gespräch mit Pfarrer Christoph Stolte, Direktor der Diakonie Dresden, dem Geschäftsführer der Projektschmiede Dresden und Mitinitiator des Modellprojekts, Michael Krüger, der Projektleiterin Sindy Berndt, der Verantwortlichen Sozialarbeiterin Nicole Weiß und einem Vertreter der Stadt Dresden informierte sich Claudia Maicher über das Konzept und die Arbeit von „K9 – Kreativ – Integrativ“.

Dieses Projekt ist das Ergebnis, wenn Menschen offen aufeinander zu gehen und gemeinsam nach Lösungen suchen und sich nicht gegenseitig das Wasser abgraben, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Eigentlich sollten Dresdner Kultur- und Kreativschaffende 2015 endlich die bitter nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, auf die sie jahrelang hingearbeitet haben. Aber dann wurde im Herbst 2015 dringend Raum zur Unterbringung von Geflüchteten gesucht und der Traum drohte in weite Ferne zu rücken. Doch Alle Beteiligten setzten sich gemeinsam an einen Tisch und entwickelten die Idee, die heute hinter dem Namen „K9 – Kreativ – Integrativ“ steht. Die Unterbringung Geflüchteter wird mit künstlerischer Arbeit und kreativem Schaffen zusammengeführt. Die Bewohner*innen des Hauses haben die Möglichkeit wöchentlich stattfindende Workshops zu besuchen. Sie können beispielsweise im Modul Sozialraumerkundung ihre neue Wohnumgebung kennenlernen oder in der Werkstatt Hand anlegen und sich in der Bearbeitung von Holz üben. Aber auch die Hochbeete im Hinterhof wollen bewirtschaftet werden und Kurse in Malerei und Grafik können sie besuchen.   

» k9-dresden.de und facebook.com/k9kreativintegrativ

Offene Diskussion im projekttheater – Willkommen, Interkultur!

Mit den Podiumsgästen Julia Kuzminska (Theaterpädagogin tjg.), Mohammad Al-Masalme (Internationale Gärten e. V.), Anne Pallas (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.) und dem Publikum diskutierte Claudia Maicher unter der Moderation von Christoph Anders (Deutsche Kinder- und Jugenstiftung) darüber welchen Beitrag Interkulturelle Kulturarbeit in Sachsen leistet und leisten könnte, wie es Kunst und Kultur gelingt Raum für Diskurs, für Begegnung mit kultureller Vielfalt zu schaffen und welche Form der Unterstützung des dazu braucht.

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