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Seehofer darf Gamerszene nicht unter Generalverdacht stellen

"Die Aussagen von Bundesinnenminister Horst Seehofer zum Zusammenhang von Games und dem rechtsextremistischen Anschlag in Halle sind weltfremd und fahrlässig", kritisiert Dr. Daniel Gerber, Sprecher für Netzpolitik und Digitalisierung der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

"Ohne Zweifel werden Gamesplattformen und andere Online-Medien auch von Rechtsextremen genutzt, um menschenverachtende Botschaften zu verbreiten, Gleichgesinnte zu finden und sich zu radikalisieren. Dass Seehofer aber die Gamerszene als Ganzes an den Pranger stellt, zeugt von erschreckender Unkenntnis."

"Völlig zu Recht wehren sich Gamerinnen und Gamer und Branchenverbände wie der Games & XR Mitteldeutschland e.V. gegen den Generalverdacht. Ihre Kompetenzen sollten jetzt zur Weiterbildung der Sicherheitsbehörden genutzt werden."

"Gaming und die Sprache und Gepflogenheiten der Gamesszene gehören heute zur Alltagskultur von Millionen von Menschen. Seehofer macht weit verbreitete digitale Werkzeuge zur Ursache für Haß und Gewalt, um seinen Tatendrang unter Beweis zu stellen. Er lenkt damit fahrlässig von den vielschichtigen Ursachen von Rechtsextremismus und rechtem Terror ab."

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