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"Stoppt diese Sauerei!" - GRÜNE und Tierschützer protestieren am Montag gegen Massentierhaltung in Frauenstein

Weichert: Wir wollen unserer Forderung nach einer gesunden, tierleidfreien und verbraucherorientierten Agrarpolitik Nachdruck verleihen

Am kommenden Montag veranstaltet Michael Weichert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN und agrarpolitischer Sprecher, mit der Tierrechtsgruppe Dresden eine Protestaktion gegen die Tierhaltung in sächsischen Schweinemastanlagen.

"Wir Bündnisgrüne haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert wurde. Jetzt gilt es, diesen Anspruch in der Praxis umzusetzen. Noch immer gehören Verletzungen, Todesfälle, unhygienische Zustände, Bewegungs- und Beschäftigungslosigkeit zum 'normalen' Alltag in sächsischen Schweinemastbetrieben", erklärt Michael Weichert.

"Wir wollen mit diesem Protest unserer Forderung nach einer gesunden, tierleidfreien und verbraucherorientierten Agrarpolitik Nachdruck verleihen."

Neben der Vorführung von Filmmaterial und Fotos aus sächsischen Schweinemastbetrieben stellt die Tierrechtsgruppe Dresden ihre Internetseite zum Thema vor. Zentraler Teil der Aktion am Montag, 21. September, von 11 bis 12 Uhr ist der Start einer landesweiten Protestkartenaktion. Ort des Protests ist die Zinnwalder Strasse 16 in 09623 Frauenstein. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Schweinemastbetrieb "Schweineproduktion Burkersdorf GmbH". Mit 7200 Mastplätzen gehört dieser Betrieb zu den großen Tierfabriken Sachsens.


Hintergrund:

Schweine sind intelligente und soziale Lebewesen. Sie haben einen feinen Geruchssinn und sind sehr reinlich. Schlaf-, Futter- und Toilettenplatz trennen sie streng voneinander.
Industrieschweine in sächsischen Mastbetrieben haben keine Chance auf ein artgerechtes Leben. Im Dämmerlicht zusammengepfercht, vegetieren sie in kahlen Buchten mit Spaltenboden und ohne Einstreu. Tag und Nacht müssen sie in ihren eigenen Exkrementen "leben". Jedem Schwein stehen nur 0,7 qm zur Verfügung. Enge und Langeweile führen zu Verhaltensstörungen und Aggressionen; häufig bis hin zum Kannibalismus. Schmerzhafte Gelenkschäden, Entzündungen und andere Verletzungen sind Alltag in sächsischen Mastbetrieben. Trotz Antibiotika in Mengen sterben tausende Tiere noch vor der Fahrt zum Schlachthof.
Die Sächsische Staatsregierung lässt das Tierleid kalt. Sie setzt sich für neue Tierfabriken in Sachsen ein. Sachsens Agrarminister Frank Kupfer (CDU) wirbt offensiv für eine Intensivierung und Expansion der Massentierhaltung.

Kürzlich veröffentlichte Filmaufnahmen des Vereins "die tierfreunde e.V." aus fünf beliebig ausgewählten Schweinefabriken in Sachsen zeigen was dies für die Tiere bedeutet: http://www.tierqual-stoppen.org

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