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Pressemitteilung | 14.12.18

Wir brauchen endlich einen stärkeren Waldumbau und eine engagierte Klimaschutzpolitik in Sachsen

 

(2018-351) Zur heutigen Aktuellen Debatte im Sächsischen Landtag 'Unterstützung für die Wald- und Forstwirtschaft – Umgang mit den Folgen des Dürre- und Sturmjahres 2018 im sächsischen Wald' auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD erklärt Wolfram Günther, Vorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:  

"Der Dürresommer und die hohen Borkenkäferanzahlen haben immense Auswirkungen auf Waldbesitzer. Aber worin besteht der Mehrwert dieser Debatte der Koalition für Waldbesitzer?"

"Die Ursache für diese Extremwetterereignisse ist der menschengemachte Klimawandel. Wesentliche Gründe sind die hohen Kohlendioxid-Emissionen aus der Braunkohleverstromung, auf einen vom Verbrennungsmotor abhängigen Verkehrssektor und eine energieintensive industrialisierte Landwirtschaft. Deshalb werden sich solche Extreme immer häufiger wiederholen. Wir brauchen endlich eine engagierte Klimaschutzpolitik in Sachsen, die seit Jahren weder CDU noch SPD angehen. Mit dieser Politik des Stillstands von CDU und SPD wird sich die Klimakrise weiter verschärfen."

"Fichten wurden häufig nicht auf ihren natürlichen Standorten angepflanzt. Die Natur reagiert schnell und versucht sich zu bereinigen. Gäbe es gesunde vielfältige Mischwälder, gäbe es nicht diese massiven Probleme im sächsischen Wald. Gesunde Mischwälder sind wesentlich widerstandsfähiger und besser für Extremwetterereignisse vorbereitet. Wir GRÜNE wollen mehr Energie in den Waldumbau hin zu vielfältigen Mischwäldern in Sachsen stecken. Der Waldumbau muss eine Daueraufgabe der Staatsregierung sein und nicht erst dann zum Trendthema werden, wenn ein Dürresommer über das Land kommt. Nur so schaffen wir es, dass unsere Wälder in Sachsen auf Extremwettereignisse eingestellt sind. Nur mit einem dauerhaften Waldumbau stabilisiert sich der Holzmarkt und ist den Waldbesitzern konkret geholfen. Scheindebatten der Koalition zum Wald helfen den Waldbesitzern keinen Millimeter weiter."  

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