Datum: 21. Juli 2021

Aktuelle Debatte: Wir wollen der Klimakrise vor Ort noch besser begegnen

Der Sächsische Landtag debattierte heute auf Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rahmen der Zweiten Aktuellen Debatte zum Thema: „Zwischen Trockenheit und Überschwemmungen – Auswirkungen des Klimawandels konkret und vor Ort begegnen“.

Volkmar Zschocke, umweltpolitischer Sprecher der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion, zeigte sich betroffen von den Hochwasser-Ereignissen der vergangenen Tage:

„Die vielen Todesopfer und die verheerenden Verwüstungen in den Hochwassergebieten erschüttern. Es verbietet sich, diese Ereignisse politisch zu instrumentalisieren. Trauer und Hilfe stehen im Mittelpunkt. Das Thema der Aktuellen Debatte haben wir bereits vor den Überschwemmungen angemeldet und uns entschieden, auch im Lichte der aktuellen Ereignisse, dabei zu bleiben. Einerseits ist das Parlament ein öffentlicher Ort, um für die Unterstützung der Menschen vor Ort zu werben. Andererseits sehen wir BÜNDNISGRÜNE es auch geboten, hier über die Konsequenzen zu sprechen, die wir aus den Erfahrungen mit den globalen und lokalen Wetterextremen ziehen. Wir wollen der Klimakrise vor Ort noch besser begegnen.“

In seinem Redebeitrag ging Volkmar Zschocke auf verschiedene Bereiche im Umwelt- und Naturschutz ein, beispielsweise auf Waldumbau, Bodenschutz, Wasserversorgung, Landwirtschaft oder Klimawandelfolgenanpassung in Städten. Er schloss mit einem Appell: „Die Klimakrise trifft auch uns in Mitteleuropa mit Wucht. Die Aufgaben sind komplex und schwierig zu lösen. Sie erfordern gebiets- und ressortübergreifendes Handeln. Gehen wir das gemeinsam an!“

Dr. Daniel Gerber, klimapolitischer Sprecher der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion, legte in seinem Redebeitrag den Fokus auf Erneuerbare Energien:

„Erneuerbare Energien werden künftig für die Wirtschaft in Sachsen ein Standortvorteil sein, wie in Irland der Steuersatz. Es geht also darum, dass alle verantwortlichen Politikerinnen und Politiker auf allen Ebenen in ganz Sachsen konstruktiv an einer Lösung der vielen Konflikte mitarbeiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bleibt der beste Klimaschutz.“

„Acht der zehn wärmsten jemals in Deutschland gemessenen Sommer erlebten wir seit 2010. Im Vergleich zu den 1960er Jahren geht die CO2-Konzentration um den Faktor 2,5 schneller nach oben. Der Freistaat liegt mit einer durchschnittlichen Erwärmung von 1,6 °C sogar noch über der mittleren globalen Erwärmung von 1,2 °C. Diese drei alarmierenden Fakten sollten uns alle aufrütteln. Klimaschutz ist keine Ideologie. Er ist wissenschaftlich unbestreitbar und schützt unsere Wirtschaft und gemeinsame Lebensgrundlagen.“

Weitere Informationen:

>> Redebeitrag des BÜNDNISGRÜNEN-Abgeordneten Volkmar Zschocke: „Wir müssen jetzt verantwortlich handeln“

>> Redebeitrag des BÜNDNISGRÜNEN-Abgeordneten Dr. Daniel Gerber: „Ausbau Erneuerbaren Energien ist der beste Klimaschutz“

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