Datum: 25. Mai 2021

Junge Menschen in den Mittelpunkt – BÜNDNISGRÜNE Maßnahmen zu Bildungs- und Entwicklungschancen

Mit der Aktuellen Debatte unter dem Titel „Sommerpakt für Kinder und Jugendliche in der Krise – damit junge Menschen nicht nur aufholen, sondern sich auch erholen können“ am vergangenen Freitag hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie in den Fokus gerückt. Um junge Menschen aber auch nachhaltig in den Fokus zu stellen, veröffentlicht die Fraktion nun ein Positionspapier mit BÜNDNISGRÜNEN Maßnahmen zu Bildungs- und Entwicklungschancen.

Dazu erklärt Kathleen Kuhfuß, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Nach 14 Monaten Krisenmodus ist es höchste Zeit, die besonderen Schutz- und Entwicklungsrechte von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen. Denn die Interessen und Perspektiven von jungen Menschen wurden während der Corona-Pandemie politisch teils sträflich vernachlässigt. Die Gesetze und Verordnungen konzentrierten sich auf den Gesundheitsschutz aller Mitglieder unserer Gesellschaft, anstehende Entscheidungen wurden mit dem Erfahrungshorizont Erwachsener diskutiert.“

„Aus unserer Sicht brauchen die jungen Menschen diesen Sommer vor allem Erholung und Raum für Austausch. Wir wollen mit einem ‚Sommerpaket‘ die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche mithilfe der verfügbaren Bundesmittel deutlich ausbauen und werden diese Vorschläge auch mit dem zuständigen Ministerium diskutieren. Es gibt zahlreiche, sehr engagierte Träger in Sachsen, die dafür bereitstehen.“

„Schließlich ist es uns BÜNDNISGRÜNEN ein Herzensanliegen, die Zukunftsperspektiven junger Menschen insgesamt zu verbessern. Wir sehen dafür Ansatzpunkte auf mehreren Ebenen, etwa bei der Berufsorientierung, bei der Ausbildungssuche, der Studienfinanzierung oder der digitalen Lehre.“

Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, ergänzt:

„Als BÜNDNISGRÜNE fühlen wir uns den Zielen der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit verpflichtet. Wir wollen, dass Kitas und Schulen gute Lernorte für alle Kinder sind, hier in Sachsen wie im Bund, die sie gut aufs Leben vorbereiten. Darum schlagen wir einen Bildungsschutzschirm vor. Mit diesem und weiteren Maßnahmen wollen wir das individuelle Aufholen von Lernrückständen ermöglichen, dabei soziale Nachteile einbeziehen und die Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher bei diesen Herausforderungen optimal unterstützen.“

„Für uns steht fest: Alle Kinder sollen die gleichen Chancen auf gute Bildung haben. Nach der Pandemie darf es in der Schule nicht einfach so weitergehen wie vorher. Wir wollen langfristige Lehren aus der Pandemie ziehen und das System Schule stärken. Das Versprechen der Chancengleichheit des Aufstiegs durch Bildung muss endlich eingelöst werden; von dieser Prämisse rücken wir BÜNDNISGRÜNE nicht ab. Dafür braucht es einen bildungspolitischen Aufbruch.“

„Wir werden die Lehrpläne verschlanken und das System Bildung durch zusätzliche Ressourcen für Multiprofessionelle Teams und Sozialindexbasierte Ressourcenzuteilung stärken – mit einem neuen Verständnis von Schule als Orte der Begegnung, der Beteiligung und der Selbstwirksamkeit.“

Weitere Informationen:

>> Positionspapier der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion: „Junge Menschen in den Mittelpunkt. BÜNDNISGRÜNE Maßnahmen zu Bildungs- und Entwicklungschancen.“

2 Comments

  1. Anne-Kathrin Wanneck 2. Juni 2021 at 16:13 - Reply

    Sehr geehrte Frau Kuhfuss,

    notwendiges Wissen nicht mehr zu vermitteln – etwas anderes bedeutet: „Lehrpläne verschlanken (sehr interessant die Autokorrektur macht daraus sofort „verschlafen“)“ nämlich nicht, ist aus Sicht verantwortungsvoller Eltern, keine Variante.

    Ein ehrlicher Umgang mit der Not im Bildungsbereich wäre ein Anfang.

    • BÜNDNISGRÜNE Landtagsfraktion Sachsen 3. Juni 2021 at 8:14 - Reply

      Liebe Frau Wanneck, es geht natürlich nicht darum, notwendige Wissensvermittlung aus den Lehrplänen zu streichen. Wir halten aber eine Aktualisierung für notwendig und in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und Expert*innen ist eine Verschlankung an einigen Stellen aus unserer Sicht möglich und gerade angesichts der aktuellen Situation auch hilfreich.
      Unsere Fachabgeordnete Christin Melcher hat die Bedarfe im Bildungsbereich genau im Blick. Sie hat sich z.B. für die Erarbeitung von Sozialindizes eingesetzt, die mit dem neuen Doppelhaushalt kommen. Damit werden die unterschiedlichen Bedürfnisse von Schulen erkannt und dort, wo mehr Ressourcen benötigt werden, sollen diese auch ankommen.
      Viele Grüße aus der Pressestelle

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