Datum: 10. November 2022

Open Source-Strategie für Sachsens Verwaltung: Starkes Bekenntnis für digitale Souveränität

Der Sächsische Landtag hat heute die Erarbeitung einer landeseigenen Strategie zur Stärkung von Open Source-Anwendungen beschlossen. Mit dem Antrag „Digitale Souveränität in Sachsen sicherstellen – Open Source-Strategie erarbeiten“ (Drs 7/11086) der Koalitionsfraktionen CDU, BÜNDNISGRÜNE und SPD wird die Sächsische Staatskanzlei damit beauftragt, einen Umsetzungspfad zu mehr Open Source-Software in der sächsischen Verwaltung zu erarbeiten.

Dr. Daniel Gerber, Sprecher für Digitalpolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:

„Dieser Beschluss ist ein starkes Bekenntnis zur digitalen Souveränität des Freistaates Sachsen. Die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung hat in den vergangenen Jahrzehnten zu großen Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern geführt. Diese Abhängigkeit wird der Freistaat durch den vermehrten Einsatz von Open Source-Software künftig gezielt reduzieren. Die für alle Bürgerinnen und Bürger zugängliche Software sorgt gleichzeitig auch für ein transparenteres Verwaltungshandeln und stärkt die digitale Teilhabe der sächsischen Zivilgesellschaft. Das schafft zusätzliches Vertrauen – weg von der gläsernen Bürgerin und dem gläsernen Bürger hin zu einem transparenten Staat. Damit dies gelingt, ist es wichtig, dass die Mitarbeitenden der Verwaltung bei diesem Prozess eng einbezogen und entsprechend mitgenommen werden.“

„Der Freistaat Sachsen gibt jährlich circa 70 Millionen Euro für die Anschaffung und Entwicklung von Software aus. Wir BÜNDNISGRÜNE wollen, dass diese Mittel künftig in öffentlich verfügbare Software fließen – frei nach dem Motto: öffentliches Geld, öffentliches Gut.“

Abschließend erklärt Gerber: „Die Stärkung digitaler Souveränität ist ein Kernanliegen BÜNDNISGRÜNER Digitalpolitik. Mit dem heutigen Beschluss bekennen sich die Koalitionsfraktionen ausdrücklich zur Stärkung der digitalen Souveränität des Freistaates Sachsen. Wir setzen darauf, sowohl im Verwaltungshandeln als Vorbild voranzugehen, als auch das Softwareland Sachsen durch die Entwicklung freier Software in der Region zu stärken.“

Weitere Informationen:

>> Antwort auf die Kleine Anfrage des BÜNDNISGRÜNEN-Abgeordneten Dr. Daniel Gerber: „Kostenaufwand des Freistaats für Software und Lizenzen“

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