Datum: 13. Dezember 2023

Integrierter Bachelor: Starkes Signal für die universitäre Jura-Ausbildung in Sachsen

Der Sächsische Landtag hat heute ein Gesetz zur Einführung eines integrierten Bachelorgrades in der juristischen Ausbildung (Drs 7/14952) verabschiedet.

Dazu erklärt Valentin Lippmann, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die Einführung eines integrierten Bachelors ist ein echter Standortvorteil für Sachsen. Mit dem neuen Abschluss in der Juristenausbildung greifen wir vielfältige Forderungen aus der Studierendenschaft, der universitären Lehre sowie potentieller Arbeitgeberinnen und Dienstbehörden auf. Mit dem integrierten Bachelor erkennen wir die bereits erbrachten universitären Leistungen der Studierenden der Rechtswissenschaften an.“

„Voraussetzung für diesen Bachelorgrad ist der Nachweis aller Zulassungsvoraussetzungen zum Ersten Staatsexamen und das Bestehen der universitären Schwerpunktbereichsprüfung. Auf Antrag wird der Bachelor von der Universität Leipzig dann ab 2025 verliehen. Die Einzelheiten zum Anspruch und zur Verleihung werden in einer noch zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt. Damit stärken wir die Jura-Ausbildung im Freistaat Sachsen.“

Weitere Informationen:

>> Redebeitrag des BÜNDNISGRÜNEN-Abgeordneten Valentin Lippmann: „Der integrierte Bachelor schafft ein Stück weit Gerechtigkeit“

1 Kommentar

  1. Dagmar Ridder 29. Januar 2024 at 16:49 - Reply

    Leider wird vergessen, dass es sich nicht um einen Bachelor handelt, weil der Studiengang nicht akkreditiert wurde und in vorliegender Form nicht akkreditiert werden kann. Es wird Studierenden vorgegaukelt, dass sie im Master weiterstudieren können: das mag in Sachsen der Fall sein, ist aber in anderen Bundesländern und erst recht im Ausland nicht gewährleistet. Es wäre schön, den Studierenden keinen Bachelor light anzubieten, sondern ein integriertes Bachelor-Modell, dass zweifelsfrei berufsbefähigend ist und für den Master qualifiziert. Somit ist dieser Bachelor, der keiner ist, nur interessant für jene, die wissen, dass sie für immer in Sachsen bleiben wollen: wenn das der Standortvorteil ist?

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