Datum: 20. November 2023

Volltunnelvariante Neubaustrecke Dresden – Prag: Großer Erfolg bürgerschaftlichem Engagements

Die Deutsche Bahn hat heute ihre Vorzugsvariante für die Tunnelvariante der Neubaustrecke Dresden – Prag bekannt gegeben. Dabei spricht sich das Unternehmen für eine komplette Tunnelvariante durch das Erzgebirge aus.

Dazu erklärt Gerhard Liebscher, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

Die Entscheidung der Deutschen Bahn ist auch ein großer Erfolg von bürgerschaftlichem Engagement in Sachsen. Ich freue mich, dass die von der Bürgerinitiative „Basistunnel nach Prag“ eingebrachte Volltunnelvariante in der Prüfung durch die Expertinnen und Experten der Deutschen Bahn als beste Lösung identifiziert wurde. Diese wird auch in der Region favorisiert.“

„Die Bürgerinitiative hat in umfangreichen fachlich sehr fundierten Einwendungen und einer frühen sachlichen Auseinandersetzung vor Ort dazu beigetragen, die beste Lösung, nicht nur für die Region, sondern auch hinsichtlich Umwelt, Wirtschaftlichkeit sowie verkehrlich und technischer Aspekte zu finden. Das Ergebnis der Prüfung zeigt, wie wichtig der frühe umfangreiche Dialog mit den Betroffenen vor Ort ist und wie wertvoll deren Einwände bei der (Weiter)Entwicklung eines Projektes sein können. Ohne die Bürgerinitiative hätte die Volltunnelvariante wohl keine Rolle gespielt.

„Die gleichrangige Befassung von fundierten Vorschlägen ist beispielgebend für künftige Vorhaben und sollte natürlich auch in Zukunft im Rahmen der weiteren Ausgestaltung der Neubaustrecke Dresden – Prag auf der Tagesordnung stehen.“

Das Projekt ist von hoher Bedeutung für den europäischen Zusammenhalt. Durch den Neubau der Strecke Dresden – Prag rücken Deutschland und Tschechien noch stärker zusammen. Der Neubau ermöglicht nicht nur sehr schnelle Reisegeschwindigkeiten, sondern schafft notwendige Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr. Gleichzeitig dürfen allerdings andere wichtige grenzüberschreitende Verbindungen zu unseren tschechischen Nachbarn nicht vernachlässigt werden“, mahnt Liebscher zum Abschluss.

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