Datum: 01. Februar 2024

Pflanzenschutz in Sachsen: Weniger Pflanzenschutzmittel für höhere Lebensmittelqualität

Der Sächsische Landtag hat heute den Antrag „Bedarfsgerechter Pflanzenschutz im Freistaat Sachsen“ (Drs 7/15589) der Koalitionsfraktionen CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD beschlossen.

Dazu erklärt Volkmar Zschocke, agrar- und naturschutzpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Wir wollen mit diesem Antrag einen Beitrag leisten, den Systemwechsel hin zu einer größeren Unabhängigkeit von chemischen Pflanzenschutzmitteln zu befördern. Denn chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel bergen hohe Risiken für die Umwelt sowie für die Gesundheit von Menschen und Tier. Sie müssen auf das unverzichtbare Minimum begrenzt werden, um langfristige Schäden an unserer Umwelt zu verhindern. Gleichzeitig muss die regionale Produktion von hochwertigen Lebensmitteln bei diesem Transformationsprozess weiter gewährleistet bleiben. Denn Sachsen ist keine Insel, die Unternehmen stehen im europäischen Wettbewerb.“

„Weniger Pflanzenschutzmittel bedeuten auch eine höhere Lebensmittelqualität. Der ökologische Landbau bietet hier Vorteile. Dieses Prinzip kann auch auf weitere Betriebe erweitert werden. Wir fordern die Landesregierung zudem auf, sich für eine breitere Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes einzusetzen. Damit wird Schadorganismen durch eine Kombination von mechanischen und biologischen Maßnahmen bereits vor dem Entstehen entgegenwirkt. Das kann den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel beschränken und damit Risiken für Gesundheit und Umwelt minimieren.“

Weitere Informationen:

>> Redebeitrag des BÜNDNISGRÜNEN Abgeordneten Volkmar Zschocke: „Pflanzenschutzmittel müssen auf das unverzichtbare Minimum begrenzt werden“

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