Datum: 07. Oktober 2015

Petra Zais lud am 30.9.2015 zum Fachgespräch über sächsische Arbeitsmarktpolitik

Am 30. September fand in den Räumen der GRÜNEN-Landtagsfraktion ein Fachgespräch zur Arbeitsmarktpolitik statt. Die arbeitsmarktpolitische Sprechern der Fraktion, Petra Zais, sagte zu den Zielen des Gespräches:
„Gute Arbeitsleistungen über die gesamte Dauer des Erwerbslebens entstehen nur in einer humanisierten Arbeitskultur. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen und Staat müssen diesem Thema daher deutlich mehr Bedeutung beimessen. Vor dem Hintergrund des Scheiterns der Anti-Stress-Verordnung auf Bundesebene muss sich die Sächsische Staatsregierung für arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen einsetzen. Dazu ist ein zielgruppenspezifisches Konzept zur Stressreduzierung bei Angestellten des Freistaates ein erster und wichtiger Schritt.“
Bereits seit 2010 arbeitet die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag am Thema „Gesunde Arbeit“ und dabei insbesondere an Konzepten zur Reduzierung psychischer Belastungen im Berufsleben. Nach dem Gesundheitsreport der Barmer GEK erleidet jeder vierte Berufstätige im Freistaat Sachsen im Laufe seines Berufslebens eine psychische Erkrankung. Sie sind die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeiten, die im Schnitt 70 Tage dauern.
Besonders Pflegepersonal, aber zunehmend auch Polizisten/-innen sowie Lehrer/-innen und Erzieher/-innen gehören zu den Risikogruppen. Petra Zais will für diese Angestellten des Freistaates Sachsen passgenaue Konzepte zur Reduzierung von berufsbedingtem Stress. Um die Bedürfnisse der Zielgruppen besser einordnen zu können, suchte Petra Zais das Gespräch mit Vertretern der genannten Berufsgruppen sowie anderen fachkundigen Experten.
„Wir wollten kein Zerrbild von psychischen Fracks im Dienste des Freistaates malen. Beanspruchung im Beruf kann schließlich auch motivieren“, meint die Arbeitsmarktpolitikerin und fügt hinzu: „Doch es gibt einen Punkt, ab dem macht Arbeit krank. Um dem vorzubeugen, gibt es eine Vielzahl von nicht miteinander verknüpften Einzelmaßnahmen. Mit einem Aktionsplan könnten wir diese verbinden und Handlungsschwerpunkte festlegen.“
Ein besonderes Problem ist die personelle Ausstattung der sächsischen Arbeitsschutzbehörde. Deren Personal reicht schon jetzt nicht mehr, um die eigentlichen Pflichtaufgaben der Behörde zu erfüllen. Bis 2020 wird die Situation noch dramatischer. „Hier muss der Freistaat endlich handeln! Ich werde nicht müde, zu fordern, dass Altersabgänge in der Arbeitsschutzbehörde ersetzt werden. Sachsen darf den Arbeitsschutz nicht kaputtsparen“, gibt sich Petra Zais kämpferisch. 

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