Wie lassen sich Naturschutz und regionale Entwicklung gut verbinden? Diese Frage stellt sich in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz besonders deutlich. Der Nationalpark ist nicht nur ein wertvoller Naturraum, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Tourismus und regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen wie hoher Besucherdruck, Nutzungskonflikte und sinkende Akzeptanz von Verwaltungsentscheidungen.
Austausch von ExpertInnen
Vor diesem Hintergrund lud die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag zum Praxisforum auf Burg Hohnstein ein. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus und Naturschutz kamen am 15. Juni zusammen und diskutierten einen Tag lang sachlich und konstruktiv über die Zukunft der Nationalparkregion.
Fachliche Impulse
Den Auftakt machte der umwelt- und wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, MdL Wolfram Günther. Im Panel „Akzeptanz sichern – Konflikte konstruktiv lösen“ diskutierten Uwe Borrmeister, der Leiter des Nationalparks Sächsische Schweiz, Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack sowie Dr. Ingolf Stodian vom Nationalpark Jasmund über Wege zu mehr Akzeptanz und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten.
Im zweiten Panel, moderiert vom tourismuspolitischen Sprecher der Fraktion, Thomas Löser, beleuchteten u.a. der Humangeograph Dr. Philipp Sacher und der Unternehmer Sven-Erik Hitzer die Bedingungen für langfristige Wertschöpfung in der Region.
Ergänzende Impulsvorträge und die anschließende offene Diskussion zeigten: Die Bereitschaft zum Dialog ist groß. Gemeinsam konnten zehn Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung erarbeitet werden.
Blick nach vorn
Das Praxisforum macht deutlich, dass ein konstruktiver Austausch trotz bestehender Spannungen möglich ist. Die Fraktion wird die Ergebnisse in ihre parlamentarische Arbeit einbringen und den Dialog zur Weiterentwicklung der Nationalparkregion politisch begleiten.
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