Datum: 13. März 2026

Teilschulnetzplan zur Zukunftsstrategie für Ausbildung und Fachkräftesicherung machen

Im Bildungsausschuss des Sächsischen Landtags hat die Staatsregierung heute über die Ergebnisse der Evaluation des Teilschulnetzplans berichtet.

Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:

„Ausbildung muss attraktiver werden und dazu zählt vor allem eine gute Erreichbarkeit. Der Teilschulnetzplan ist hierfür ein wichtiges Instrument, denn er bewertet die ÖPNV-Anbindung. Leider schaut er dabei nur auf infrastrukturelle Kriterien wie Haltestellen und Bahnanschlüsse. Für junge Menschen zählen jedoch reale Wegzeiten, Taktung, Anschlussverbindung und Kosten. Wenn der Teilschulnetzplan helfen soll, müssen die Kriterien lebensnaher werden. Das sollte Teil der Fortschreibung 2026 werden. Wir erwarten mehr als ein Verwaltungsupdate, sondern eine Zukunftsstrategie für Ausbildung und Fachkräftesicherung in Sachsen.“

„Die Evaluation unterstützt unsere Forderung, sozialverträglichen Wohnraum sowohl an den Berufsschulstandorten als auch in der Nähe der Ausbildungsstätten sicherzustellen. Zudem muss die auskömmliche Förderung und pädagogische Betreuung minderjähriger Auszubildender in Wohnheimen als fester Bestandteil in die Planung von Bildungsstandorten integriert werden.“

Ohne qualifiziertes Personal bleibt jede Struktur theoretisch. Schulnetz- und Personalplanung gehören zwingend verzahnt. Der Freistaat kann vor dem Hintergrund zahlreicher altersbedingter Abgänge nicht warten. Es braucht zügig Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Berufsschullehramtes.“

 

>> Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag „Berufliche Bildung in Sachsen systematisch stärken – Rahmenbedingungen verbessern und Akteure gezielt einbinden“ 

 

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