Datum: 23. September 2026

Aus für Leipzigs Olympiaträume: Innenminister Schuster hat wohl auf das falsche Pferd gesetzt

Wie übereinstimmende Medienberichte bestätigen, zieht die Bundeshauptstadt Berlin ihre Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zurück. Das hat auch Folgen für den Freistaat Sachsen, sollte doch auch Leipzig Teile der Spiele austragen.

Dazu äußert sich Valentin Lippmann, sportpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, wie folgt:

„Ich bedauere die Entscheidung Berlins, die Bewerbung vorzeitig aus dem Rennen zu nehmen sehr. Dies geschieht meines Erachtens nach ohne Not. Man hätte zumindest die offizielle Entscheidung des DOSB am kommenden Wochenende abwarten können, anstatt ohne Not die Flinte ins Korn zu werfen. Das hätte allein der Respekt gegenüber all jenen geboten, die die Bewerbung unterstützt haben.“

„Gerade für Sachsen ist die Entscheidung mehr als bedauerlich – offenbart sie doch, dass die Hoffnung vieler, in absehbarer Zeit Teil großartiger Olympischer Spiele werden zu können, vom Tisch ist.“

„Die gemeinsame Bewerbung Leipzigs mit Berlin stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Man hatte in den letzten Monaten immer häufiger das Gefühl, dass Innenminister Schuster schlicht auf das falsche Pferd gesetzt hat. Zugleich wurden zu wenig Anstrengungen unternommen, seitens der Staatsregierung die Bewerbung aus sächsischer Sicht mit deutlichem Rückhalt zu stärken und ihr die nötige Schlagkraft zu verleihen.“

„Der voreilige Rückzug der Bewerbung geht damit auch auf das Konto des Sächsischen Sportministers Armin Schuster, der viel zu lange Berlin mit angezogener Handbremse gewähren lassen hat, wo es als Sachsen notwendig gewesen wäre, nach vorn zu gehen. Damit ist eine große Chance vertan, nachhaltige Olympische Spiele aus dem Freistaat mit zu gestalten und zu zeigen, wie Olympische Spiele der Zukunft aussehen könnten.

„Für mich stellt sich daher die Frage, ob Sachsen hier vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Ich erwarte dazu eine Aussage des Innenministers, inwieweit der Rückzug der Bewerbung abgesprochen war und zu welchem Zeitpunkt ihm diese Absichten bekannt geworden sind oder wie der Freistaat sich dazu verhalten hat. Diese Antwort schuldet er dem Sport in Sachsen.“

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