Datum: 07. April 2026

Ausschreitungen bei Dynamo-Spiel: Die Vorschläge des Innenministers treffen die Falschen

Am Wochenende kam es zu heftigen Ausschreitungen im Rahmen des Fußballspiels Dynamo Dresden gegen Hertha BSC Berlin. Sachsens Innenminister Armin Schuster kündigte daraufhin heute „harte Konsequenzen“ an.

Valentin Lippmann, innen- und sportpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:

Ich verurteile die Ausschreitungen und die Gewalt beim Fußballspiel von Dynamo Dresden gegen Hertha BSC Berlin am Wochenende aufs Schärfste. Sowohl der Verein, als auch die übrigen Beteiligten, müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es zu diesen Ausschreitungen überhaupt kommen konnte. Bloße Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen, reicht hier nicht aus. Ich erwarte, dass alle ihren Beitrag dazu leisten, dass die Täterinnen und Täter möglichst schnell gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden können.“

„Die Reaktionen vom Innenminister Armin Schuster sind leider erwartbar und in der plumpen Pauschalität vollkommen überzogen. Er nimmt erneut den überwiegenden Teil friedlicher Fußballfans und eine funktionierende Fankultur in Mithaftung für einzelne Gewalttäter. Seine Pläne, Fan-Rechte und die Bürgerrechte im und ums Stadion herum weiter einzuschränken, vertragen sich nicht mit unserer freiheitlichen Gesellschaft und treffen schlussendlich vor allem die Falschen. Vielmehr sollte der Innenminister den engen Kontakt zum DFB und DFL, den Vereinen und den friedlichen Fans suchen, um gemeinsam gezielte Maßnahmen zu entwickeln, wie Gewalt im Stadion wirksam unterbunden werden kann. Insbesondere müssen die Vereine stärker in die Pflicht genommen werden, wirksam gegen Gewalttäter in der eigenen Fanszene vorzugehen, für Sicherheit in den Stadien zu sorgen und die friedliche Fankultur zu stärken. Die von Innenminister Schuster geplanten Maßnahmen dürften dazu schlussendlich keinen effektiven Beitrag leisten.“

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