Datum: 16. Januar 2026

Studie zu Sozialwohnungsbau: Gerade Menschen in Dresden und Leipzig bekommen politische Tatenlosigkeit zu spüren

Im gestern vorgestellten „Sozialen Wohn-Monitor 2026“ zum Sozialwohnungsbau wird deutlich, dass in Sachsen bis 2035 zehntausende Sozialwohnungen fehlen könnten.

Thomas Löser, Sprecher für Bauen und Wohnen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, hat bereits mehrfach vor genauer dieser Entwicklung gewarnt:

„Sachsen hinkt beim sozialen Wohnungsbau deutlich hinterher. Das ist das klare Versäumnis von CDU und SPD. Seit Jahren fordern wir BÜNDNISGRÜNE die Erhöhung des Fördersatzes, um den Bau von Sozialwohnungen im Freistaat attraktiver zu machen. Doch statt die Aufgaben anzupacken, hüllt sich das verantwortliche Ministerium lieber in Schweigen. Eine Kleine Anfrage von mir ergab sogar, dass seit 2020 insgesamt 200 Millionen Euro an Fördermitteln in Sachsen ungenutzt blieben und etwa die Hälfte davon sogar an den Bund zurückgegeben werden musste. Diese Tatenlosigkeit bekommen die Menschen vor allem in Leipzig und Dresden im Portemonnaie zu spüren: Bezahlbarer Wohnraum wird hier zunehmend zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen.“

Löser fordert deshalb: „Die Fördersätze für den sozialen Wohnungsbau müssen sofort erhöht werden, damit der Bau von Sozialwohnungen vor allem in den kommunalen Gesellschaften wieder möglich wird. Bei der 15-jährigen Sozialbindung von Sozialwohnungen brauchen wir einen Systemwechsel. Es darf nicht sein, dass wir Steuergeld für den sozialen Wohnungsbau ausgeben und nach 15 Jahren kommen diese Wohnungen wieder auf den freien Markt. Die Mittel sollten vor allem an kommunale Wohnungsbaugesellschaften fließen. Denn hier bleiben die Sozialwohnungen eben auch Sozialwohnungen.“

Weitere Informationen:

>> Pressemitteilung der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion: „200 Millionen Euro für Sozialwohnungsbau gehen Sachsen ungenutzt verloren“ (23. September 2025)

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