Datum: 05. März 2026

Windenergie-Turbo: Sachsen muss bayerische Bundesratsinitiative unterstützen

Morgen berät der Bundesrat über einen Gesetzesantrag des Freistaates Bayern, der eine einmalige Sonderausschreibung von 5.000 Megawatt für Windenergie an Land im Jahr 2026 vorsieht. Damit soll der enorme Stau an bereits genehmigten Projekten aufgelöst werden. Sieben weitere Bundesländer von NRW bis Schleswig-Holstein haben sich dem Vorhaben bereits angeschlossen. Auch zur heutigen Ministerpräsidentenkonferenz liegt ein Beschlussvorlag mit gleicher Stoßrichtung vor. Darin sollen zudem für 2027 und 2028 zusätzliche Ausschreibungsvolumina im EEG vorgesehen werden.

Thomas Löser, energiepolitischer Sprecher der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:

Wer zusätzliche Kapazitäten günstiger, heimischer Stromerzeugung blockiert, nimmt mutwillig höhere Strompreise für unsere Industrie und unsere Haushalte in Kauf. Wir fordern die Staatsregierung daher auf, der bayerischen Initiative im Bundesrat zuzustimmen. Denn auch hier steigen die Genehmigungszahlen, aber das bringt uns wenig, wenn die Projekte in einer Warteschlange der Bundes-Ausschriebungen landen.“

Die aktuelle Krise am Persischen Golf zeigt deutlich, dass fossile Abhängigkeit das größte Risiko für unseren Wirtschaftsstandort ist. Jedes Windrad, das wir heute schneller bauen, macht uns unabhängiger von instabilen Weltmärkten und autoritären Regimen. Es wäre fatal, wenn Sachsen hier den Anschluss verpasst und sich in fossiler Nostalgie verliert. Die Sonderausschreibung ist ein pragmatischer erster Schritt für mehr Planungssicherheit und regionale Wertschöpfung. In den kommenden Jahren müssen dauerhaft höhere Ausschreibungsmengen folgen. Wir erwarten von Ministerpräsident Kretschmer und Energieminister Panter ein klares Bekenntnis zum sächsischen Wind-Ausbau im Bundesrat.“

 

Weitere Informationen:

>> Gesetzesantrag des Freistaates Bayern vom 10. Februar 2026

>> Tagesordnung der 1062. Sitzung des Bundesrates am 06. März 2026, TOP 9a

 

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