Datum: 26. Mai 2026

Neue Carolabrücke in Dresden: Spielräume für moderne und bezahlbare Planung ausschöpfen

Heute werden in der Sächsischen Landeshauptstadt die Entwürfe für den Neubau der im September 2024 eingestürzten Carolabrücke vorgestellt.

Thomas Löser, Sprecher für Stadtentwicklung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag und Wahlkreisabgeordneter aus Dresden, hat aus diesem Anlass eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung eingereicht. Ziel ist es, mögliche Spielräume für eine moderne, wirtschaftliche und gestalterisch überzeugende Brückenlösung auszuloten.

Hintergrund sind die enormen finanziellen Herausforderungen der Stadt Dresden durch mehrere anstehende Brückenneubauten.

„Neben der Carolabrücke muss die Nossener und perspektivisch auch die Budapester Brücke neu gebaut werden Deshalb ist es wichtig, zu klären, welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten bestehen, um Baukosten der Carolabrücke zu reduzieren und gleichzeitig eine hochwertige Gestaltung zu ermöglichen„, beschreibt Löser die Ausgangslage.

Seine Anfrage thematisiert daher unter anderem die Möglichkeit zusätzlicher oder leicht versetzter Pfeiler, geringerer Spannweiten sowie gestalterischer Anpassungen am Lichtraumprofil der Brücke. Darüber hinaus wird die Frage nach einer möglichen finanziellen Unterstützung der Stadt Dresden durch den Freistaat beim Neubau der Carola- und Budapester Brücke gestellt.

Thomas Löser erklärt dazu:

„Dresden braucht eine Carolabrücke, die funktional, architektonisch überzeugend und zugleich finanzierbar ist. Deshalb sollten vorhandene Spielräume sorgfältig geprüft werden, bevor Entscheidungen unumkehrbar sind. Dresden erwartet die Vorstellung der Entwürfe mit Spannung. Mit Sicherheit wird in den nächsten Wochen und Monaten eine intensive Diskussion um Architektur, Verkehrsplanung und Kosten folgen. Mit der Anfrage hoffe ich, etwas mehr Klarheit über die Gestaltungsspielräume zu erreichen.“

Löser abschließend:

„Die neue Carolabrücke wird das Dresdner Stadtbild über Jahrzehnte prägen. Deshalb geht es nicht nur um Statik und Verkehr, sondern auch um städtebauliche Qualität. Wenn architektonisch bessere Lösungen möglich sind, ohne Sicherheit oder Schifffahrt unverhältnismäßig einzuschränken, sollte man diese Optionen ernsthaft prüfen.“

>> Kleine Anfrage des Abgeordneten Thomas Löser (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag) „Pfeiler- und Bogengestaltung im Zuge des Neubaus der Carolabrücke“

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