Bildungszentrum von Yad Vashem bedeutet Auszeichnung und Stärkung für die sächsische Erinnerungslandschaft
Zur Entscheidung, in Leipzig einen Teil der Außenstelle des neuen Holocaust-Bildungszentrums von Yad Vashem in Deutschland aufzubauen, erklärt Dr. Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
„Ich begrüße die Entscheidung und freue mich über diesen großen Gewinn für Leipzig und den Freistaat. Mit der Bildungsarbeit des Zentrums wird nun auch von Sachsen aus jüdische Geschichte in Europa vor, während und nach der Shoah sichtbar. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Demokratie, gerade angesichts des wachsenden Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus.“
„Zugleich ist die Entscheidung eine Bestätigung für die wichtige Arbeit des Kultur- und Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus und die vielfältigen Akteure der Erinnerungsarbeit in Sachsen. Die Staatsregierung muss ihrer Verantwortung gerecht werden, das Erinnern landesweit lebendig zu halten und die bestehenden Strukturen mit den Bildungsangeboten von Yad Vashem zusammenzudenken. Dafür muss sie die Arbeit der Gedenkstätten und erinnerungskulturellen Initiativen in Leipzig und Sachsen weiter verlässlich unterstützen.“