BÜNDNISGRÜNE-Fraktion vor Ort in Zwickau: Ärmel hoch für die Region!
Bei ihrer Fraktionssitzung vor Ort in Zwickau hat die BÜNDNISGRÜNE-Fraktion gestern ein Positionspapier zur gezielten Stärkung der Region beschlossen. Unter dem Leitgedanken „Starke Wurzeln. Neue Perspektiven. Ärmel hoch für die Region!“ bietet die Fraktion Lösungen für Wirtschaft, Infrastruktur, Fachkräfte, Kommunen und Lebensqualität.
Franziska Schubert, Fraktionsvorsitzende der BÜNDNISGRÜNEN im Sächsischen Landtag, betont:
„Zwickau und die Region Südwestsachsen sind ein wirtschaftliches Kraftzentrum für Sachsen. Sie bauen auf einer langen industriepolitischen Erfolgsgeschichte auf. Wir haben die Stadt für unsere Fraktionssitzung bewusst ausgewählt, denn wir haben ein besonderes Auge auf die Region. Der Erfolg von Südwestsachsen ist wichtig für den Erfolg des Freistaates. Die Menschen und Unternehmen hier haben auch vor dem Hintergrund großer Veränderungen über Jahrzehnte enorme Leistungskraft und Innovationsgeist bewiesen. Jetzt steht die Region erneut vor einer großen Transformation. Die Region hat mehr Ernsthaftigkeit und Achtsamkeit verdient. Ein Masterplan ist ein großes Wort, aber darauf müssen ernstgemeinte Handlungen folgen. Es reicht nicht, diesen Prozess beim Sächsisches Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung anzusiedeln, sondern es müssen alle mit anpacken. Insbesondere die Staatskanzlei und das Wirtschaftsministerium können nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Die Erwartungen der Menschen in Südwestsachsen dürfen nicht enttäuscht werden.“
Wolfram Günther, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt mit Blick auf Wirtschaft:
„Wir dürfen nicht nur reagieren, wenn einzelne Unternehmen unter Druck geraten. Aktive Industriepolitik schafft neue Perspektiven und verringert Abhängigkeiten von einzelnen Konzernen und Märkten. Wir streben einen Zweiklang für die Region an. Automobilindustrie, Zulieferer und Mittelstand sollen einerseits weiterhin das wirtschaftliche Fundament für die Region bleiben. Gleichzeitig müssen wir sie bei Innovationen und unabhängigen Erschließen von Zukunftsmärkten unterstützen. Ich vermisse den strategischen Blick der Staatsregierung auf die Region. Hier kann man auch in Frage stellen, was Vorschläge wie die Auto-Union für ein Signal senden. Südwestsachsen braucht Klarheit und keine unausgegorenen Nebelkerzen aus der Politik. Die Aussage, die hinter diesem Vorschlag steht ist so falsch, wie kontraproduktiv. VW Sachsen hat gerade kein Problem mehr mit den Produktionskosten, sondern mit seiner Auslastung. Wir glauben, beim Kampf um den Standort ist noch viel Luft nach oben.“
Katja Meier, gebürtige Zwickauerin und Sprecherin für Verkehr und Demokratie der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, erklärt abschließend:
„Eine starke Wirtschaftsregion braucht auch gute Verkehrsverbindungen, Fachkräfte, starke Kommunen und Orte, an denen Menschen gerne leben. Dass Glauchau ab Dezember mit der S5x wieder direkt an Leipzig angebunden werden soll, ist eine gute Nachricht für die Region. Jetzt müssen wir auch bei anderen Verbindungen vorankommen: Wir wollen die Muldentalbahn reaktivieren und die Lücke im Mulderadweg zwischen Glauchau und Remse endlich schließen. Ebenso wichtig ist eine Stärkung der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Dualen Hochschule Glauchau. Südwestsachsen soll Industrieregion bleiben und Zukunftsregion werden. Das gelingt nicht allein mit neuen Gewerbegebieten oder einzelnen Förderprojekten, sondern vor allem auch durch eine lebenswerte Region für alle Menschen.“
Weitere Informationen:
>> Positionspapier „Starke Wurzeln. Neue Perspektiven. Ärmel hoch für die Region“ (PDF)
>> Gruppenfoto der Landtagsabgeordneten in Zwickau mit Positionspapier (Fotograf: Eric Heffenträger)