Datum: 18. Juni 2026

Rechnungshof bestätigt BÜNDNISGRÜNE Kritik: Finanzministerium hat keinen Plan für zukunftsfähige Mitteldeutsche Flughafen AG

Der Landesrechnungshof hat bei der heutigen Vorstellung des „Jahresberichts 2026 – Band I“  ein ernüchterndes Bild gezeichnet: Zwischen 2018 und 2024 hat die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) 232 Millionen Euro Verlust eingefahren. Für die Jahre 2024 bis 2030 sind weitere Unterstützungsleistungen in Höhe von 168 Millionen Euro vorgesehen.

 

Dazu sagt Franziska Schubert, Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Mit 77,29 % ist der Freistaat Sachsen der größte Anteilseigner und Hauptgesellschafter der Mitteldeutschen Flughafen AG. Das Prüfergebnis des Rechnungshofes bestätigt, was wir BÜNDNISGRÜNE seit Jahren kritisieren. Das Finanzministerium beschränkt sich auf die passive Rolle als Kapitalgeber und verhält sich wie ein stiller Teilhaber. Geld überweisen: Ja! Gestalten und steuern: Fehlanzeige!“

„Bis heute hat das Finanzministerium keine Strategie für die Mitteldeutsche Flughafen AG und ihre zwei Flughäfen: Es gibt keine klare Antwort darauf, was die beiden Flughafenstandorte leisten sollen und können. Trotzdem fließt Jahr für Jahr Steuergeld – ohne Konzept, ohne Bedingungen, ohne Konsequenzen.“

„Was der Rechnungshof dokumentiert, ist Missmanagement durch Unterlassen. Die Interessen des Freistaats – und damit aller Menschen in Sachsen – wurden in den Aufsichtsgremien der Mitteldeutschen Flughafen AG nicht ernsthaft vertreten. Das ist Orientierungslosigkeit auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Ich fordere von der Staatsregierung eine klare Beteiligungsstrategie und eine aktive Wahrnehmung ihrer Gesellschafterrolle.“ 

Hinterlasse einen Kommentar

10 + neunzehn =

Um ein Kommentar zu verfassen, müssen Sie unsere Datenschutzbedingungen akzeptieren.