Datum: 04. September 2026

Beschluss VW-Aufsichtsrat – Weiterhin keine Sicherheit für Zwickau

Gestern Abend hat sich der VW-Aufsichtsrat überraschend einstimmig auf ein Sparpaket geeinigt. Auch hier wird die Zukunft des Werks in Zwickau nach 2031 für die Automobilproduktion infrage gestellt.

Franziska Schubert, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, betont:

„Nach dem Harakiri der letzten Tage besteht weiterhin keine Sicherheit für den Standort. Es steht ein zähes Ringen um künftige Auslastung bevor. Ich erwarte von Konzernvorstand, seiner Verantwortung hier gerecht zu werden, schnellstmögliche Produktionssicherheit am Standort zur erreichen. Der Kampf um den Unternehmenserhalt darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. VW hat über Jahre gut an der Leistung der ostdeutschen, sächsischen Beschäftigten verdient und gleichzeitig Innovationen verschlafen. Ich erwarte hier mehr Respekt gegenüber der Belegschaft. Der Konzern darf nicht aus seiner Verantwortung gegenüber den Menschen in der Region entlassen werden.“

„Das Schweigen von Friedrich Merz in diesem Krimi ist mittlerweile extrem laut: Ostdeutschland spielt für unseren Bundeskanzler keine Rolle. Herr Merz steht in der Verantwortung, für Gleichberechtigung und gute Infrastruktur in Ost und West zu sorgen, statt Beschäftigte zu beschimpfen.

 

Wolfram Günther, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, ergänzt:

„Ministerpräsident Kretschmer denkt weiter, dass allein die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche das VW Werk retten kann. Dabei verschlafen er und sein Kabinett die Region als Ganze gezielt voranzubringen um unsere Wirtschaft dort unabhängiger zu machen. Die Nachrichten aus dieser Woche lösen ja nicht nur Unsicherheit bei den Beschäftigten aus, sondern auch bei all den Zulieferbetrieben. Die Staatsregierung hat ein Brett vorm Kopf, wenn sie nicht endlich den Blick über das VW Werk in Zwickau hinaus weitet.“

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