Denkmalschutz als Querschnittsaufgabe verstehen
Sachsen hat einen hochwertigen und umfangreichen Bestand an Kulturdenkmalen, die auch einen wichtigen Teil seines internationalen Rufes ausmachen. Sowohl die Schar der ehrenamtlichen Denkmalschützer*innen als auch die zahlreichen Besucher*innen beim alljährlichen „Tag des offenen Denkmals“ zeugen von der Wertschätzung für das Original und der identitätsstiftenden Kraft der Denkmale.
Doch nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten Sachsens bedürfen einer Förderung, sondern gerade die vielen kleinen Denkmale, die in ihrer Summe die geschichtliche Entwicklung Sachsens nachvollziehbar und erlebbar machen. Wir BÜNDNISGRÜNE setzen uns deshalb dafür ein, bestehende Bündnisse mit Stiftungen, Vereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern angesichts der aktuellen Gefährdungen verstärkt zu pflegen und auszugestalten. Denkmalerhaltung durch Umnutzung und Weiternutzung kann in vielen Fällen ein gangbarer Weg sein, um das Risiko eines Denkmalverlusts durch Leerstand zu minimieren.
Es wird zukünftig darauf ankommen, Denkmalpflege als Querschittsaufgabe zu verstehen – vom Finden geeigneter Nutzungen über Betreiber- und Bauherrenmodelle bis hin zur fachlichen und praktischen Betreuung der notwendigen Arbeiten. Mangelnde finanzielle Unterstützung beim Denkmalschutz schadet auch der heimischen Wirtschaft. Es sind Tausende Handwerker, Architekten, Beschäftigte in Bauunternehmen, Restauratoren, die einen wichtigen Teil des Bauwirtschaftsgewerbes ausmachen. Jeder Euro an staatlicher Denkmalförderung zieht zwischen vier und sechs Euro an privaten Investitionen nach sich. Gemeinsam mit unseren Koalitionspartnerinnen haben wir BÜNDNISGRÜNEN uns deshalb die bessere Unterstützung insbesondere privater Denkmaleigentümer durch den Freistaat im Koalitionsvertrag als Ziel gesetzt.
Aktuelles
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Sachsen muss bei Nachwuchsgewinnung für die hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum nachsteuern
Im Programm "Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen", das den hausärztlichen Nachwuchs für unterversorgte Regionen sichern soll, sind im aktuellen Jahrgang 14 von 40 Studienplätzen unbesetzt geblieben. Das [...]
Fallzahlen der Opferhilfe auf Höchststand: Wegschauen ist keine Lösung
Die Zahl der Ratsuchenden beim Opferhilfe e.V. ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs 8/5085) der BÜNDNISGRÜNEN-Abgeordneten Katja Meier ist die [...]
Sachsens Flughäfen: BÜNDNISGRÜNE plädieren für mehr öffentliche Verantwortung
Nach Berichten der Sächsischen Zeitung und Leipziger Volkszeitung will Sachsen die Verluste des Dresdner Flughafen in Zukunft alleine tragen. Heute wurde zudem eine von der Mitteldeutschen Flughafen AG beauftragte Studie [...]




