Strafvollzug: Mehr öffentliche Sicherheit durch bessere Resozialisierung
Die Unterbringung von Menschen im Strafvollzug kann immer nur das allerletzte Mittel sein. Auch angesichts hoher Wiederholungsquoten muss immer gefragt werden, ob alle Wege ausgeschöpft wurden, um den Strafvollzug zu vermeiden. Außerdem steht die Resozialisierung der Gefangenen an oberster Stelle. Denn: Nur wer durch Resozialisierung neue Möglichkeiten für sein zukünftiges Leben in Freiheit sieht, hat eine gute Chance, nicht wieder straffällig zu werden. Dies dient den berechtigten Interessen und Ängsten der Opfer und dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten.
Das gilt noch einmal mehr im Jugendstrafvollzug. Die öffentliche Sicherheit und den Schutz der Allgemeinheit erreichen wir nur dann, wenn Jugendliche gestärkt und unterstützt werden, den Weg aus der Kriminalität in ein eigenverantwortliches Leben zu finden. Unsere Prämissen liegen zunächst in der Prävention. Kommt es dennoch zu Straffälligkeit, setzen wir uns ein für den Ausbau ambulanter Maßnahmen für straffällige Jugendliche, für eine nachhaltige Unterstützung durch Jugendgerichtshilfe und Straffälligenhilfe, für die Möglichkeit der Mitwirkung der Gefangenen an der Förderplanung sowie für den offenen Vollzug der Haft als Regel.
Aktuelles
PM 2008-190: GRÜNE verlangen Aufklärung zur Verwendung der Erlöse des Landesbank-Notverkaufs
Teilt die Staatsregierung meine Befürchtung, dass Vorsorge von 825 Mio. Euro nicht ausreicht? Nach dem heutigen Beschluss des sächsischen Kabinetts, dass sich der Freistaat nicht an der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) [...]
PM 2008-189: Bertelsmann-Studie ist Schlag ins Gesicht für Frau Orosz
Verbesserung der Qualität frühkindlicher Bildung durch besseren Personalschlüssel und Hochschulausbildung für Erzieherinnen und Erzieher Zum heute veröffentlichten Länderreport 'Frühkindliche Bildungssysteme' der Bertelsmann-Stiftung erklärt Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS [...]
PM 2008-188: Misshandelter Leipziger Säugling – Justiz und Strafvollzug tragen Mitverantwortung
Warum wurden Mutter und Säugling nicht wenigstens in die Mutter-Kind-Abteilung der JVA Chemnitz verlegt? Nach der Tragödie um einen misshandelten Säugling in Leipzig, dessen Mutter zwei Wochen nach Geburt ihre [...]
PM 2008-187: GRÜNE fordern Änderungen beim Hochschulzulassungsgesetz
Auswahlverfahren verschärfen bestehende Herkunftsabhängigkeit beim Hochschulzugang Die GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert umfangreiche Änderungen beim Hochschulzulassungsgesetz. "Die Anhörung hat gezeigt: Der vorliegende Gesetzentwurf ist nicht dazu geeignet, die Eignung für [...]


