Rechtsextremismus

Rechtsextremismus2023-08-18T13:23:37+02:00

Sachsen hat nach wie vor ein Nazi-Problem

Sachsen hatte und hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Die Bedrohung, die durch Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus ausgeht, ist in den letzten Jahren nicht kleiner, sondern größer geworden. Deshalb werden wir den Kampf gegen den Rechtsextremismus mit unseren Koalitionspartnerinnen gemeinsam und offensiv angehen. Dazu haben wir im Koalitionsvertrag eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, die mit dem Gesamtkonzept Rechtsextremismus, das wir im Juli 2020 ins Plenum eingebracht haben, umgesetzt werden sollen. Das ist ein Handlungsauftrag an alle politischen Verantwortungstragenden in Sachsen.

Wir brauchen eine Erhöhung des Verfolgungsdrucks auf rechtsextreme Strukturen. Sachsen darf kein Rückzugs- oder Radikalisierungsort für rechtsterroristische Gruppierungen sein. Wir sind es den Opfern rechtsextremer Mörder schuldig, alles zu tun, dass sich solche Verbrechen wie in Hanau und Halle nicht wiederholen. Dazu gehört eine personelle Stärkung von Polizei und Strafverfolgung genauso wie die Stärkung der Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen bei religiösen Einrichtungen. Außerdem braucht es eine zentrale Anlaufstelle für Opfer von rechtsextremer Bedrohung. Gegen Hass im Netz müssen wir noch entschiedener vorgehen.

Die Einrichtung des ‚Else-Frenkel-Brunswik-Instituts‘ als Dokumentations- und Forschungsstelle war ein erster wichtiger Schritt. Jetzt müssen wir auch auf die Prävention ein besonderes Augenmerk legen. Gegen Verfassungsfeinde im Öffentlichen Dienst müssen wir konsequenter vorgehen. Auch unzuverlässige Besitzerinnen und Besitzer von Waffen müssen künftig besser identifiziert werden. Ein Sicherheitsbericht soll zudem regelmäßig über die unterschiedlichen Formen des Rechtsextremismus informieren. Nicht zuletzt sind die politische Bildungsarbeit und Angebote zur Radikalisierungsprävention zu verstärken.

Aktuelles

PM 2008-040: Sächsisches Versammlungsgesetz – GRÜNE skeptisch

"Nicht wegen Nazis freiheitliche Grundrechte opfern" Der innenpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Johannes Lichdi, verfolgt das angekündigte Sächsische Versammlungsgesetz mit großer Skepsis. "Wir müssen aufpassen, dass wir die demokratiefeindliche [...]

PM 2007-442: Neonazi-Angriff auf junge Frau in Mittweida – Ich freue mich über die Zivilcourage der jungen Frau

Zum Angriff auf eine junge Frau durch rechtsextreme Jugendliche in Mittweida Anfang November erklärt Johannes Lichdi, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: "Innenminister Buttolo ist es [...]

PM 2007-434: GRÜNE zu Antifa-Verfassungsergänzung in Mecklenburg-Vorpommern

Falsche Hoffnung geweckt, dass es leichter wäre, gegen Nazis vorzugehen Die Verfassungsergänzung in Mecklenburg-Vorpommern um einen Passus gegen Rechtsextremismus wird von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag kritisch [...]

PM 2007-433: Ministerpräsident auf dem Kommunalforum – Zwei Schritt vor und einen zurück

Lob für Bekenntnis zum Landesprogramm, Kritik an Aussagen zu Mügeln "Es ist wichtig, dass Ministerpräsident Milbradt sich so deutlich vor den versammelten Bürgermeistern und Schulleitern auf dem Kommunalforum in Riesa [...]

Von |15. November 2007|Kategorien: Archiv, Pressemitteilungen|Schlagwörter: , |
Valentin Lippmann
Valentin Lippmann
Sprecher zum Themenbereich Rechtsextremismus

Themenseite: Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus

Gesamtkonzept Rechtsextremismus

Flyer Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus

Flyer zum Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus
Nach oben