Strafvollzug: Mehr öffentliche Sicherheit durch bessere Resozialisierung
Die Unterbringung von Menschen im Strafvollzug kann immer nur das allerletzte Mittel sein. Auch angesichts hoher Wiederholungsquoten muss immer gefragt werden, ob alle Wege ausgeschöpft wurden, um den Strafvollzug zu vermeiden. Außerdem steht die Resozialisierung der Gefangenen an oberster Stelle. Denn: Nur wer durch Resozialisierung neue Möglichkeiten für sein zukünftiges Leben in Freiheit sieht, hat eine gute Chance, nicht wieder straffällig zu werden. Dies dient den berechtigten Interessen und Ängsten der Opfer und dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten.
Das gilt noch einmal mehr im Jugendstrafvollzug. Die öffentliche Sicherheit und den Schutz der Allgemeinheit erreichen wir nur dann, wenn Jugendliche gestärkt und unterstützt werden, den Weg aus der Kriminalität in ein eigenverantwortliches Leben zu finden. Unsere Prämissen liegen zunächst in der Prävention. Kommt es dennoch zu Straffälligkeit, setzen wir uns ein für den Ausbau ambulanter Maßnahmen für straffällige Jugendliche, für eine nachhaltige Unterstützung durch Jugendgerichtshilfe und Straffälligenhilfe, für die Möglichkeit der Mitwirkung der Gefangenen an der Förderplanung sowie für den offenen Vollzug der Haft als Regel.
Aktuelles
PM 2007-448: Jugendstrafvollzug – Koalitionsfraktionen legen Gruselkatalog vor
CDU und SPD setzen nicht auf jugendliche Gefangene, sondern auf konservative Symbolik Zur gestrigen Behandlung der Entwürfe für ein zukünftiges Jugendstrafvollzugsgesetz im Verfassungsausschuss erklärt Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion [...]
PM 2007-447: Zur Verweigerung des Beyer-Berichts durch Innenminister Buttolo
Alles nur 'großes Kino', Kollegen Eggert und Brangs? - Grüner Antrag zum Prüfbericht zur Arbeit der Polizei im Innenausschuss Nach der Weigerung des Innenministers, trotz eines eindeutigen Landtagsbeschlusses, den Beyer-Bericht [...]
PM 2007-446: Zerschlagung der Umweltverwaltung im Umweltausschuss durchgepeitscht
Parlamentarisches Verfahren wird endgültig zur Farce Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag kritisiert CDU- und SPD-Fraktion wegen der Ausschussberatungen zur Verwaltungs- und Funktionalreform scharf. "Die Zerschlagung der Umweltverwaltung [...]
PM 2007-445: Neuverschuldungsverbot schießt über das Ziel hinaus
Lieber 'Schweizer Schuldenbremse' in Sachsen einführen Anlässlich der heutigen Anhörung zum Gesetzentwurf der FDP-Fraktion "Gesetz zur Einführung eines Neuverschuldungsverbots" erklärt Antje Hermenau, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: [...]


